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Viel Detail-Arbeit

Aktuelles zur Planung des Dachverbands Schwimmen

Der Dachverband Schwimmen Pfungstadt hat die Planungen für sein Badkonzept weiter detailliert und plant nach der Vorstellung des Konzepts im November vergangenen Jahres weiter. In viel mühevoller Kleinarbeit wurde so z.B. die Kalkulation für die Betriebskosten verfeinert. Hier galt es die Kosten transparent und nachvollziehbar für die Politik aufzubereiten. Diese Zahlen legten Vertreter des Dachverbands bereits der Stadtverwaltung und den meisten Fraktionen im Pfungstädter Parlament vor und erklärten die Hintergründe zu den Zahlen.

Nichts Schön-Rechnen und Möglichkeiten aufzeigen

„Wir wollen hier nichts Schön-Rechnen“, sagt Holger Heisel der DLRG-Vertreter im Dachverband. „Es gibt noch zahlreiche Optionen, um Einsparungen oder höhere Einnahmen zu erzielen. Wir haben diese bereits bei der ersten Präsentation im November teilweise aufgezeigt. Wir kalkulieren aber zunächst nicht damit, um finanziell eher ein Worst-Case-Szenario aufzuzeigen“, ergänzt Joachim Meyn von der Bürgerinitiative Pfungstadtbad. Dabei haben die Beteiligten auch nochmals die kalkulierten Baukosten von 6,7 Mio. Euro durch Vergleiche mit in letzter Zeit gebauten Bädern und angebotenen Modul-Bädern verglichen. „Das erscheint alles plausibel. Insofern ist nicht zu befürchten, dass es bei einer Umsetzung zu erheblich höheren Kosten kommt, wie leider bei vielen anderen öffentlichen Bauten. Die Erfahrungen der Bürger mit solchen Bauvorhaben sind aber inzwischen so schlecht, dass viele den Kalkulationen nicht trauen“, so Holger Heisel weiter. „Durch die Übernahme von Inventar aus dem Bestandsbad besteht hier zusätzlich auch die Möglichkeit von Einsparungen bei den Investitionen“, fügt Joachim Meyn hinzu und verweist auch darauf, dass bereits der Bau in die Hand einer Genossenschaft gelegt werden soll.

Kostentreiber: Zinsen, Tilgung und Abschreibungen

Bei den laufenden Kosten hat der Dachverband insbesondere auch auf die Instandhaltung wert gelegt, um das neue Bad möglichst lange zu erhalten. Jedes Jahr sollen 2% der Investitions-Summe in die Instandhaltung fließen. Was insbesondere in den ersten Jahren nicht direkt in die Instandhaltung fließt, soll zur Rücklagenbildung verwendet werden. Neben Energie- und Personalkosten für den operativen Betrieb sind auch die Kapitalkosten hohe Posten. So machen diese Kosten aus Zinsen, Tilgung und Abschreibungen über die Hälfte des Zuschussbedarfs aus, den der Verband nach einer Anlaufphase auf 600.000 € berechnet hat. Damit könnte ein städtischer Zuschuss auf weniger als ein Drittel des bisherigen Bestandsbads schrumpfen. „Auch hier gibt es noch Möglichkeiten sich zu verbessern. Z.B. sind hier noch keine Maßnahmen im Bereich regenerativer Energien, Sponsoring oder ein verbessertes Marketing eingerechnet,“ erklärt Joachim Meyn dazu.

Überlegungen zum Außenbereich

Neben der Arbeit an den Finanz-Zahlen hat der Verband aber auch schon Überlegungen für die Zukunft eines möglichen Neubaus getroffen. „Man muss hier letztlich immer am Ball bleiben und immer wieder kleinere oder größere Neuerungen bringen, um das Bad attraktiv zu halten,“ erläutert Bernhard Jäger, der Vertreter des TSV Pfungstadt im Dachverband. Bereits bei der ersten Präsentation im November hatte der Dachverband eine Wasserspiele-Landschaft im freien für einen zweiten Bau-Abschnitt mit vorgestellt. Dies war auch beim Fackelmarsch bei den Kindern und Jugendlichen so gut angekommen, dass sich der Verband auch diese Sache näher angeschaut hat. „Es geht natürlich auch darum, dass wir solche Maßnahmen auch gleich beim ersten Bauabschnitt mit berücksichtigen, um uns hier entsprechende Optionen offen zu lassen und uns nichts zu verbauen“, so Jäger weiter. Der Dachverband sieht in dem Trend in der Bäderbranche sich immer mal wieder zu verändern auch Vorteile. „So können wir mit unserem Basiskonzept starten, schauen was gut läuft, wo Verbesserungsbedarf besteht und Schritt für Schritt ausbauen, wo es finanzierbar ist“, erläutert Holger Heisel die Überlegungen. Der Verband hat sich neulich von einer niederländischen Firma für Wasserspielgeräte, entsprechende Möglichkeiten präsentieren lassen. „Das war schon sehr eindrucksvoll, was heute alles möglich ist. In den Mittelpunkt hatten wir aber Familien-taugliche Spielebereiche gestellt. Mit einer einzelnen Rutsche könnten wir sowieso nicht in Konkurrenz zu den Spaßbädern der Region treten. Deshalb suchen wir uns Attraktionen, die es in unserer Region noch nicht gibt und die von den Investitionen und den Folgekosten im Rahmen liegen“, zeigt Bernhard Jäger die Richtung auf, die man bei einer Weiterentwicklung einschlagen möchte.

Leider noch keine Entscheidung zu Zuschüssen aus Berlin

Weiterhin richtet sich der Blick des Dachverbands nach Berlin, wo über die Bundesmittelzuschüsse entschieden wird. Leider haben sich die Entscheidungen beim Bund verzögert, durch die für das Pfungstädter Bad-Projekt 45% der Investitionskosten vom Bund übernommen werden könnten. „Das wäre wirklich nochmal ein Riesenschritt in Richtung Realisierung, wenn diese Mittel genehmigt werden würden“, hofft Holger Heisel für den gesamten Verband, die Pfungstädter Vereine und Bürger auf eine positive Entscheidung.