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Keine größeren Vorkommnisse

Wasserrettungssaison Eicher See beendet

Die DLRG Pfungstadt hat den Wasserrettungsdienst am Eicher See für diese Saison am 4. September abgeschlossen.

1686 Stunden leisteten Wachleiter, Bootsführer, Rettungsschwimmer und Sanitäter ehrenamtlichen Dienst am See. Zahlreiche Veranstaltungen sorgten auch für viele Besucher auf dem Gelände der Wachstation, die die Pfungstädter Ortsgruppe in Zukunft weiter ausbauen möchte.

Größere Vorkommnisse gab es glücklicherweise am See nicht. "Wir sind sehr froh, dass wir nur einige technische Hilfeleistungen zu meistern hatten", freut sich Thomas Siesenop als Technischer Leiter.

Auch gab es zahlreiche Neuerungen in diesem Jahr. Nachdem bereits im Vorjahr die Sanitäts-Ausrüstung in erheblichem Umfang über Spenden und Mitgliedsbeiträge aufgestockt wurde, haben die Lebensretter 2016 Ausrüstungsgegenstände für die Strömungsrettung erworben. Damit soll es Mitgliedern ermöglicht werden die Strömungsretterausbildung zu durchlaufen, um z.B. auch bei einem Einsatz im Bereich des Rheins gut ausgerüstet und ausgebildet zu sein. Der Eicher See hat eine Durchfahrt in den Rhein, so dass die Pfungstädter DLRG auch in diesem Bereich gefordert ist.

Vorbereitungen für eine weitere Neuerung sind ebenfalls getroffen: So war das Motorrettungsboot "Georg Ade" letztmalig für die Pfungstädter DLRG am See im Einsatz. Das Boot wurde nach über 1400 Betriebsstunden an eine befreundete DLRG-Gruppe verkauft. Ziel ist es mit einem leistungsfähigeren, gebrauchten Boot in die nächste Saison zu starten. Die Pfungstädter haben hier bereits das ein oder andere verbandsinterne Angebot ins Auge gefasst. "Die hohe Zahl an Betriebsstunden haben genauso zur Überlegung eines Austauschs beigetragen, wie die gestiegenen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit im Wasserrettungsdienst", erläutert Thomas Siesenop. Langfristig will die Pfungstädter DLRG ein komplett neues Boot kaufen. Allerdings stehen aktuell noch weitere, große Investitionen mit höherer Priorität an. "Der jetzt ins Auge gefasste Austausch gegen ein gebrauchtes Boot ist daher nur eine Zwischenlösung," so Siesenop weiter.

Neu in diesem Jahr waren auch die verlängerten Wachzeiten. So sind die Lebensretter nun samstags, sonntags und feiertags einheitlich von 10 bis 18 Uhr am See anzutreffen. Für die Seeanwohner und die anderen Rettungsorganisationen wie die Feuerwehr waren so die Wachzeiten einfacher und verständlicher. Allerdings habe das auch dazu geführt, dass freiwillige Wachgänger schwieriger zu bekommen waren, erläutert Dirk Kopp, der als Wachführer den Wasserrettungsdienst DLRG-intern organisiert: "Der Wunsch hier einheitliche Zeiten herbeizuführen, beißt sich natürlich mit dem verständlichen Wunsch unserer freiwilligen Retter am Wochenende auch mal ausschlafen zu können." Zusätzlich macht den Rettern hier auch weiterhin der Wegfall des Pfunstädter Schwimmbads zu schaffen: "Hier konnten wir früher mehr angehende Rettungsschwimmer direkt in den Wasserrettungsdienst einbinden. Das merken wir ganz klar in unserer Statistik", so Kopp weiter, "daher hoffen wir auch für den Wasserrettungsdienst auf die Präsentation der Schwimmbadkonzepte im September und auf eine baldige Entscheidung für ein Bad in Pfungstadt."

Auch hat die DLRG Pfungstadt im Einsatzbereich weitere Anschaffungen getätigt, die nicht nur dem stationären Wasserrettungsdienst zu Gute kommen sollen. Im Rahmen der Umstellung auf Digital-Funk bei den Rettungsdiensten hat auch die DLRG Pfungstadt entsprechende Geräte geordert. Diese sind wichtig für die Kommunikation mit anderen Rettungsorganisationen. Denn die DLRG ist inzwischen im engen Austausch, um bei bestimmten größeren Schadenslagen auch in Pfungstadt mithelfen zu können.