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Saison mit Arbeitseinsatz beendet

Wasserrettungsdienst 2017

Foto: DLRG Pfungstadt
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Mit einem großen Arbeitseinsatz hat die DLRG Ortsgruppe Pfungstadt ihre Wasserrettungsstation am Eicher See am 23. September winterfest gemacht. Damit haben die Lebensretter die diesjährige Saison endgültig beendet. Letztmalig einsatzbereit war die Station am 3. September besetzt worden. Traditionell beenden die Pfungstädter dann die Saison auf Grund der bevorstehenden Pfungstädter Kerb.

Die Technische Leitung der DLRG Pfungstadt zeigte sich zufrieden mit dem Saisonverlauf. "Mit 34 Wachgängern und über 1500 Wachstunden liegen wir auf dem Niveau des Vorjahres", so Thomas Siesenop als Technischer Leiter der Pfungstädter Lebensretter. Er zeigte sich besonders erfreut, dass die Zahl der jugendlichen Wachgänger leicht gestiegen ist. "Auch was die Einsatzfälle angeht, sind wir zufrieden. Es gab keine größeren Vorkommnisse. Wir mussten insgesamt nur dreimal zu Einsatzfällen ausrücken", so Dirk Kopp der den Bereich Einsatz im Technischen Ausschuss der Pfungstädter DLRG verantwortet. Bei den Einsatzfällen handelte es hauptsächlich um technische Hilfeleistungen, z.B. bei einem vollständig durchgekenterten Segelboot. Einmal eilten die Helfer auf Grund eines Notrufs auf den Rhein: "Dort war ein gekentertes Kanu und mehrere Personen im Wasser gemeldet. Bei Eintreffen unserer Bootsmannschaft, hatte sich die Kanu-Besatzung jedoch bereits selbst geholfen", so Kopp weiter. "Es hat sich dennoch gezeigt, dass die Investitionen in die Digital-Funk-Ausrüstung hier vorteilhaft waren, denn so konnten wir noch vor der alarmierten Feuerwehr an der Einsatzstelle sein", erläutert Siesenop, "Wir haben hier den Vorteil, dass unser Boot bereits im Wasser ist und wir somit direkt starten können."

Außerhalb der Einsatzfälle waren die Lebensretter immer wieder mit Kontrollfahrten per Boot auf dem See und dem angrenzenden Rheinabschnitt unterwegs. Ein Auge hatten die Besatzungen dabei auch immer auf die Biebesheimer Rheinseite. "Dort ist eine Sandbank in der nähe eines Campingplatzes. Der Bereich wird gerne zum Baden benutzt. Das Ganze ist aber insbesondere bei Niedrigwasser sehr gefährlich, da man hier über die Sandbank sehr nah an die Schifffahrtsrinne herankommt", erläutert Kopp das Problem: "Da stehen dann häufig auch mal kleine Kinder mitten im Rhein. Wenn dann ein Schiff kommt, wird es gefährlich." An der Stelle gab es in den letzten Jahren häufig tödliche Badeunfälle. Dieses Jahr ertrank dort ein Flüchtling aus Pfungstadt.

Der Arbeitseinsatz zum Abschluss der Saison verlief für die Lebensretter ebenfalls sehr gut. Das Wetter spielte mit und so konnten auch alle Arbeiten im Freien verrcihtet werden. So war ein gehöriger Rückschnitt von Büschen und Bäumen ebenso angesagt, wie das Streichen des Stegs.

Auch das Wohnmobilheim, welches die Lebensretter als Unterkunft nutzen, hat noch ein paar Schönheitsreparaturen bekommen. "Wir wollen diesen zwar bald austauschen und haben hierfür auch bereits Spenden gesammelt, aber jetzt werden wir uns zunächst um einen neuen Mannschaftstransporter kümmern müssen", so Ortsgruppenleiter Bernd Spieß, "Derzeit laufen auch noch die Genehmigungsverfahren für die Station, so dass wir die Investition in ein neues Fahrzeug jetzt vorziehen." Die Pfungstädter DLRG ruft derzeit zu Spenden auf, um ihren fast 15 Jahre alten Transporter gegen ein neues, umweltfreundlicheres Fahrzeug ersetzen zu können. Informationen gibt es unter http://pate.dlrg-pfungstadt.de