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Schwimmbad-Bürgschaftsprogramm des Landkreis

Lichtstreif am Horizont

Foto: DLRG Pfungstadt
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Das Bürgschafts-Programm des Landkreises Darmstadt-Dieburg wird vom Dachverband Schwimmen in Pfungstadt begrüßt. „Wir freuen uns, dass damit ein weiterer starker Partner für ein Bad in Pfungstadt kämpft“, so Holger Heisel, der die DLRG im Dachverband vertritt. Neben der Verbesserung der finanziellen Möglichkeiten sieht der Dachverband Schwimmen Pfungstadt den Beschluss, der noch einige Ausschüsse und den Kreistag passieren muss, auch als starkes Zeichen für das Schwimmen. Die Vertreter von Vereinen, Schwimmschule und Bürgerinitiativer erhoffen sich daher auch weitere Unterstützung vom Landkreis.

Der Verband war vorab von den Plänen des Landrats in Kenntnis gesetzt worden und hofft nun, dass auch die Stadt Pfungstadt zu schnellen Entscheidungen kommt. „Wir sind ja zum Beispiel bei der Überlassung des Grundstücks weiterhin auf die Stadt Pfungstadt angewiesen“, so Bernhard Jäger vom TSV Pfungstadt, „Wir erwarten aber auch, dass es nun zügig vorangeht.“

Dabei setzt der Dachverband auch auf die Mithilfe der Stadt um das Schwimmen allen Bürgern in Pfungstadt wieder zu ermöglichen. „Die Unterstützung des Landkreises zielt ja hauptsächlich auf die Schaffung von Schulschwimmen und Trainingskapazitäten für Vereine ab, die natürlich wichtig sind. Pfungstadt sollte aber die Chance nutzen auch etwas für seine Bürger zu bieten. Der Dachverband hat hierfür ja bereits mit dem Cabrio-Bad ein entsprechendes Konzept vorgelegt“, sagt Joachim Meyn, der die Bürgerinitiative Pfungstadtbad im Dachverband vertritt.

„Wir sind aktuell dabei zu schauen, wie wir unser bisheriges Konzept zusammen mit der Stadt und dem Landkreis so gestalten, dass hier am Ende ein Bad für alle entstehen kann und welches kompatibel zum Bürgschaftsprogramm des Landkreises und dem Förderprogramm SWIM des Landes Hessen ist“, erläutert Thomas Meinhardt, der die FTG Pfungstadt im Dachverband vertritt.

„Es ist ein großer Schritt, aber noch lange kein Durchbruch,“ ist Klaus Hoffmann von der Schwimmschule SwimActive, die ebenfalls im Dachverband Schwimmen vertreten ist, noch vorsichtig.

Besonders erfreut waren alle Vertreter im Dachverband über das entgegengebrachte Vertrauen von Landrat Klaus-Peter Schellhaas, der das Bürgschaftsprogramm und seine Ideen bereits vorab mit dem Pfungstädter Dachverband und dem Wassersportverein Dieburg abgestimmt hatte. „Das ist eine große Anerkennung für uns und die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren nach der Badschließung“ so Holger Heisel als Sprecher des Verbandes, „gleichzeitig setzen wir auch auf einen guten Informationsaustausch mit dem WSV Dieburg.“

Der Dachverband erteilt den Bemühungen der Stadtverwaltung das Bad komplett von einem privaten Investor bauen und betreiben zu lassen durch die Entwicklung inzwischen eine klare Absage. „Auch weil die Chancen nach Angaben des Projektentwicklers am Runden Tisch Schwimmbad ohnehin gegen Null gehen einen solchen Investor zu finden, sollte man hier nicht weitere Zeit und Geld verschwenden,“ so Heisel zu den Plänen. Es sei nun an der Zeit sich auf ein Konzept zu fokussieren. „Beim Abschluss des Runden Tischs Schwimmbad lagen die jetzigen Informationen noch nicht vor, wodurch dort ein etwas anderes Ergebnis herausgekommen ist“, so Bernhard Jäger. Bereits am Runden Tisch hatte sich der Dachverband allerdings sehr skeptisch gezeigt und daher ein weiteres Verfahren im Abschlussbericht des Runden Tischs durchgesetzt. Hierbei soll ein Investor nur für die freiwerdende Fläche gesucht werden, die nicht mehr für ein neues Bad benötigt wird. „Wir waren ja von Anfang an bezüglich eines Investors sehr kritisch. Unsere Einschätzung ist da auch vom Projektentwickler bestätigt worden, so ist zum Beispiel auch Rüsselsheim mit dem Versuch gescheitert“, so Holger Heisel.