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DLRG Pfungstadt vor Ort im Einsatz

Vermutlich erneuter Ertrinkungsfall im Rhein

Erneut ist es vermutlich zu einem Ertrinkungsfall im Rhein bei Rheindürkheim gekommen. Genau an der gleichen Stelle an der bereits vor etwa einer Woche zwei Mädchen ertrunken sind, wurde am Samstag, 11. August ein 20jähriger beobachtet, der plötzlich unterging. Ein Bekannter alarmierte die Rettungskräfte. Auch das Motor-Rettungsboot der DLRG Pfungstadt war mit im Einsatz.

Um 16:05 Uhr am Samstag, 11. August hörte die Wachmannschaft der Pfungstädter DLRG am Eicher See die Alarmierung der Leitstelle Groß-Gerau bezüglich einer vermissten Person im Rhein mit. Sofort bot die Wachleitung über Funk die Unterstützung des Motor-Rettungsboots "Karl Esbach" an, dass am Eicher See vor Ort im Wasser liegt.

Eine Bootsmannschaft machte sich daraufhin sofort auf den Weg zur Nato-Rampe Gernsheim, und klärte mit der Feuerwehreinsatzleitung das weitere Vorgehen. Zusammen mit den Feuerwehren aus Gernsheim, Biebesheim und Stockstadt suchte die Bootsbesatzung das hessische Ufer flussaufwärts ab.

Auch Taucher, weitere Feuerwehren von der Rheinland-Pfälzischen Rheinseite und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Die Suche wurde schließlich nach eineinhalb Stunden erfolglos abgebrochen.

Bernd Spieß, Ortsgruppenleiter der Pfungstädter DLRG und Wachleiter an der Wasserrettungsstation am Eicher See an diesem Tag, appelliert an die Bevölkerung: "Gehen Sie in keinem Fall im Rhein baden. Durch das Niedrigwasser sieht das alles sehr friedlich aus, ist aber einfach nur lebensgefährlich."

Die DLRG rechnet bereits jetzt deutschlandweit für dieses Jahr mit einem starken Anstieg an Ertrinkungsfällen. "Die Statistik bis einschließlich Juli lässt nichts gutes vermuten", so Spieß weiter. Bereits in den ersten sieben Monaten 2018 sind laut Sommerzwischenbilanz der DLRG 279 Menschen ertrunken und damit bereits 37 mehr als im vergangenen Jahr.

Update: Die betroffene Person wurde inzwischen bei Worms tot aus dem Rhein geborgen.