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Dachverband begrüßt Bundeszuschuss

Chance verbessert

Foto: DLRG Pfungstadt
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Der Dachverband Schwimmen begrüßt den Zuschuss des Bundes zu einem neuen Schwimmbad in Pfungstadt und sieht dadurch die Chancen für ein neues Bad in Pfungstadt verbessert. Die Stadt Pfungstadt hatte am 11. März mitgeteilt, dass einem Zuschuss des Bundes in Höhe von 2,95 Millionen Euro nach Gesprächen zwischen Bürgermeister und verschiedenen Bundestagsabgeordnete nun im Haushaltsausschuss zugestimmt wurde.

„Wir sehen hier, dass durch die Zusammenarbeit vieler, doch etwas bewegt werden konnte“, so Holger Heisel als Sprecher des Dachverbandes. Er bedankt sich bei Patrick Koch und den Bundestagsabgeordneten für die final geführten Gespräche, sieht aber auch das Engagement der DLRG auf allen Ebenen als wichtigen Baustein für diesen Erfolg: „Die DLRG Ortsgruppe Pfungstadt hat ebenfalls den Kontakt zu einigen Parlamentariern gesucht. Eine wichtige Unterstützung hierbei war die Petition des DLRG-Gesamtverbandes beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags“, so Heisel, der auch zweiter Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Pfungstadt ist. „Grundlage des jetzigen Erfolgs waren auch die Vorarbeiten und Planungen des Dachverbandes Schwimmen sowie die Unterstützung aus der Stadtverwaltung bei den Anträgen.“

Bernhard Jäger warnt als weiterer Mitstreiter im Dachverband allerding vor zu viel Euphorie: „Die Bundesgelder sind durchaus ein wichtiger Baustein. Wir selbst können aber derzeit das weitere Vorgehen nicht steuern, denn die Weichen hierfür werden in der interfraktionellen Runde gestellt.“ Diese Runde findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Weder der Dachverband noch der Expertenbeirat des Runden Tischs Schwimmbad sind hier involviert, was für Bernhard Jäger absolut unverständlich ist. Genau aus diesem Grund musste der Dachverband zu Beginn des Jahres seine Arbeit auf Eis legen. „Auch die derzeit dort diskutierten neuen Varianten und Standorte werfen mehr Fragen auf, als dass sie uns antworten geben. Denn die Informationen zu den Konzepten, die bisher zu uns durchgedrungen sind, machen keinen durchdachten Eindruck“, so Jäger weiter. Er erwähnt dabei insbesondere, dass die Planungen an Hand der Bäderleitkonzepte und der dort ermittelten Bedarfe hätte durchgeführt werden müssen. Jäger erläutert dabei: „Es geht ja nicht um ein Bad, was man mal schnell bauen und finanzieren kann, sondern um ein Konzept, dass dem demografischen Wandel und der langfristigen Entwicklung in Gesellschaft und Umwelt Stand hält. Auch soll ein neues Bad natürlich ohne großen Mehraufwand die Aufwertung unserer Stadt und den Freizeitwert der hier lebenden Menschen sicherstellen.“

Aus Sicht des Verbandes stellen sich durch den Bundes-Zuschuss aber auch neue Fragen, z.B. nach einer möglicherweise notwendigen EU-weiten Ausschreibung. „Über die Mittel, über die wir bislang gesprochen haben (Kreisbürgschaft und Hessenkasse), wäre eine solche Ausschreibung nach den letzten rechtlichen Klärungen nicht in allen Fällen notwendig gewesen“, erläutert Holger Heisel und ergänzt: „Ob das auch für die Mittel des Bundeszuschusses möglich ist, müssen die Juristen nun neu bewerten.“