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Kleinere Einsätze am Eicher See

Hochwasser

Auch die DLRG Pfungstadt bekam das Hochwasser des Rheins an ihrer Wasserrettungsstation am Eicher See zu spüren.
So war das neue Grundstück zwar selbst trocken geblieben, jedoch seit 1. Juni der Weg dorthin mit normalen KFZ wegen Überflutung nicht mehr befahrbar. Die Rettungsschwimmer mussten über den Hochwasserdamm laufen bzw. mit dem Rettungsboot zur Station übersetzen. Die Lebensretter mussten weiterhin ihr Motorrettungsboot am 2. Juni aus dem Wasser nehmen, da ein sicheres Anlegen nirgends mehr möglich war.
Im Rahmen des stationären Wasserrettungsdienstes arbeiteten die DLRG-Helfer am ersten und zweiten Juniwochenende mehrere, kleinere Einsätze auf Grund des Hochwassers ab.
So wurde am 1. Juni ein Campingstuhl aus dem Wasser geborgen, der gefährlich für die Zufahrt zu einer Steganlage war.
Am 2. Juni rief ein besorgter Anwohner die DLRG zur Hilfe, da eine Segeljolle bei ihm angespült worden war und gegen sein eigenes Boot und die Steganlage drückte. Als die Bootsbesatzung der DLRG vor Ort ankam stellte sich heraus, dass die Segeljolle samt zugehörigem Anhänger im See trieb. Durch Wind und eine starke Querströmung drückte das Gefährt stark gegen Boot und Steganlage des See-Anliegers. Die DLRG-Helfer nahmen das Gefährt in Schlepptau und zogen es an der Bootsrampe des Segelclub Eich aus dem Wasser. Leider war kein Nummernschild am Anhänger, so dass der Besitzer nicht ermittelt werden konnte. Wer ein entsprechendes Gefährt vermisst, kann sich beim Segelclub Eich melden, wo das Gefährt zunächst sicher untergebracht wurde.
Am 8. Juni leisteten die Helfer erneut technische Hilfe, und sicherten auf dem See treibende Fässer. Weiterhin gab es eine Rücksprache mit der Wasserschutzpolizei, die eine wegtreibende Fahrwassertonne vom Rhein geholt hatte und zunächst in der Nähe der Station der Lebensretter sicherte.
Stefan Spieß, Technischer Leiter der DLRG Pfungstadt sagte mit Blick auf die Hochwassergebiete in Bayer und Ostdeutschland: "Wir sind hier noch glimpflich davongekommen, zwar gab es einen deutlich hohen Rheinpegel mit über 7 Meter bei Worms, aber von der dramatischen Situation in anderen Hochwassergebieten waren wir glücklicherweise noch weit entfernt."
In den vom Hochwasser besonders betroffenen Gebieten in Süd- und Ostdeutschland sind inzwischen 1350 DLRG-Helfer im Einsatz (Stand 9. Juni). Darunter sind auch Wasserrettungszüge des Katastrophenschutzes der DLRG Hessen. Die Einsätze werden dabei vom Bundeslagezentrum der DLRG koordiniert, dass seit Beginn der Hochwassersituation rund um die Uhr besetzt ist.
Die Lebensretter raten bei Hochwasser die fließenden Gewässer besonders zu meiden. Schwimmen ist in der starken Strömung, bei den niedrigen Wassertemperaturen und dem zahlreichen Treibgut absolut lebensgefährlich. Insbesondere Kinder unterschätzen die Gefahr. Die DLRG rät daher zu besonderer Achtsamkeit.