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DLRG warnt vor Schwimmen im Rhein

Auf dem Rhein im Einsatz

Am 6. Juni waren die Kräfte der Wasserrettungsstation der DLRG Pfungstadt am Eicher See auf dem Rhein bei Biebesheim im Einsatz. Dort war eine 42jährige von der Strömung erfasst worden und untergegangen. Ihr Mann konnte von einem Jetski-Fahrer, der in der Nähe unterwegs war, gerettet werden. Die Suche wurde nach fast eineinhalb Stunden ergebnislos abgebrochen.

Die DLRG Pfungstadt warnt zusammen mit dem DLRG-Kreisverband Groß-Gerau daher nochmals dringend davor im Rhein zu schwimmen. "Der Rhein ist kein Badegewässer - die Strömung ist selbst von erfahrenen Schwimmern nicht zu bewältigen", so Marcus Siesenop, Technischer Leiter der DLRG Pfungstadt und Bootsführer der Pfungstädter Lebensretter während des Einsatzes. Auch Dirk Kopp, Einsatzleiter der Pfungstädter DLRG warnt eindringlich: "Binnengewässer, insbesondere Flüsse sind jährlich die Spitzenreiter in den Ertrinkungsstatistiken."

Mit diesem Video warnte der DLRG KV Groß-Gerau bereits im letzten Jahr vor dem Baden im Rhein

"Es ist natürlich auch für unsere Einsatzkräfte traurig, immer wieder diese Situationen erleben zu müssen. Aber wenn wir nicht gerade zufällig in der Nähe des Geschehens sind, wird es sehr schwer eine untergegangene Person im Rhein wiederzufinden.", so Dirk Kopp weiter. Dabei sind die Pfungstädter Rettungsschwimmer in solchen Situationen schon schnell vor Ort, erklärt er: "Unser Boot ist bereits einsatzbereit im Wasser und die Station am Eicher See ist an Wochenenden und Feiertagen seit Pfingsten besetzt." So sei man im Umkreis zwischen den Natorampen in Biebesheim, Eich, Hamm und Gernsheim bei Einsätzen oft das erste Boot vor Ort. Das Motorrettungsboot "Karl Esbach" sei dann mit bis zu 60 Stundenkilometern zum Einsatzort unterwegs. "Das reicht dennoch häufig nicht", muss Dirk Kopp zugeben. Trotzdem wollen die Lebensretter aus Pfungstadt den Kopf nicht in den Sand stecken. So will die DLRG Ortsgruppe nun nochmal eine Verbesserung der Alarmierung für ihre Wachmannschaft per Funk erreichen. "Bis dato hören wir die Alarmierung nur mit und klinken uns dann ein. Schneller ginge es per direkter Alarmierung über die vorhandenen Digital-Funkgeräte", erläutert Marcus Siesenop.

Die DLRG hofft, dass die Situation sich nicht wieder weiter zuspitzt: "Im letzten Jahr war - bedingt durch Corona - an den heißen Tagen am Rheinufer und im Flusslauf häufig Massenbetrieb", so Siesenop. Man wolle daher nochmal an die Vernunft der Menschen apellieren, damit die Ertrinkungsfälle nicht weiter steigen.

Bericht der Hessenschau