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Viele schlechte Nachrichten für die DLRG aber vor allem für Pfungstadt

19.11.2017

Wer in dieser Woche regelmäßig das Darmstädter Echo gelesen hat, dem sind vermutlich einige Nachrichten aufgefallen, die auch die DLRG Pfungstadt betreffen. So ist zum Einen der Artikel aus dem Echo zu erwähnen, der uns direkt betrifft. Er geht im Wesentlichen auf eine Pressemitteilung zu unserem Klausur-Wochenende vom 10. bis 12. November in Rimhorn im Odenwald zurück. Bei fast allen Themen, die wir dort besprochen haben, sind wir am Ende bei einem Problem gelandet: Dem fehlenden Pfungstädter Schwimmbad.

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Dazu der Echo-Artikel

Aber leider sind im Laufe der Woche einige Artikel veröffentlicht worden, die in eine schlechte Zukunft für die DLRG, aber auch für Pfungstadt insgesamt blicken lassen.

Gelder aus dem Landes-Investitionsprogramm für das Schwimmbad einsetzen!

Zum einen ist da der Artikel des Echo vom 14. November unter dem Titel „Geldsegen für 14 Kommunen im Kreis“

Klingt ja eigentlich vom Titel her gut und auch Pfungstadt wird mehr als 5 Mio. € aus dem Investitionsprogramm des Landes erhalten. Eigentlich positiv zu bewerten, wenn da nicht unser Bürgermeister mit seinen Äußerungen die Stimmung gleich wieder in den Keller drücken würde:

Ein neues Schwimmbad will sein Pfungstädter Amtskollege Patrick Koch (SPD) von dem Geld aus dem Programm nicht bauen.

Das heißt letztlich, dass der Bürgermeister die Schwimmbad-Investition nicht mal geschenkt haben wollte. Man muss es ganz klar sagen: Der Wille eine Lösung für das Schwimmbad-Problem zu finden ist nicht (mehr) erkennbar. Spätestens, wenn es ums Geld geht, finden die Verantwortlichen immer eine Ausrede. Die bisher seitens der Stadt Pfungstadt eingeschlagenen Wege eine Lösung zu finden, kann man – mit gesundem Menschenverstand betrachtet – meist schon vorher als absehbare Sackgasse einschätzen.

Das ist für die DLRG nicht gut, denn wir brauchen genügend Schwimmkapazitäten, um unseren Rettungsschwimmer-Nachwuchs fit zu machen und in die Vereinsarbeit zu integrieren. Im übrigen ist es eben nicht so, dass wir keine oder immer weniger Interessenten auf Grund des gesellschaftlichen Wandels hätten – Im Gegenteil. Sowohl aus dem Bereich Jugendarbeit als auch aus den Schwimmgruppen kommen immer wieder Eltern und Kinder auf uns zu, die intensiver einsteigen wollen. Wir finden auf Grund der Situation mit dem fehlenden Schwimmbad nur ein Umfeld vor, welches für die weitere Entwicklung der DLRG Pfungstadt absolut hinderlich ist.

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Gleichzeitig ist diese Entwicklung auch schlecht für Pfungstadt, denn der soziale Aspekt eines Schwimmbads als Treffpunkt für die Zivilgesellschaft sollte nicht unterschätzt werden. Auch ist durch die Badschließung die Attraktivität Pfungstadts als Wohnort – gerade für junge Familien – immens gesunken. Ein „Weiter so“ mit der Hoffnung darauf, dass das Thema einschläft oder doch irgendwo der Märchenprinz herkommt, der für die Stadt Pfungstadt ein Schwimmbad nach deren wünschen für „lau“ baut und betreibt, ist aus unserer Sicht nicht mehr tragbar.

Wir hoffen jetzt noch auf ein einigermaßen positives Ergebnis des „Runden Tisch Schwimmbad“. Sollte dort in einem überschaubaren Zeitraum kein Ergebnis in Sicht kommen, müssen wir das Problem anderweitig lösen.

Mal wieder: Zuschüsse für die Vereine auf dem Prüfstand

Unter dem Titel „Düstere Aussichten“ berichtete das Darmstädter Echo am 17. November schließlich, dass die Stadt Pfungstadt nochmal die Vereins-Zuschüsse beschneiden möchte. Rund 300.000 € würde die Stadt jährlich für die Vereine ausgeben.

Schaut man sich die Haushaltsansätze und -Abschlüsse für die letzten Jahre und für das kommende Jahr an, fragt man sich, wie diese Summe zusammenkommt, insbesondere, wenn man weiß, was die DLRG Pfungstadt grob an Zuschüssen der Stadt erhält. Auch ist zu erwähnen, dass diese 300.000 € gerade mal 0,6% des 50-Millionen-Haushalts ausmachen. Damit stellt sich die Frage, ob man an der richtigen Spar-Schraube dreht.

Inhaltlich erhalten wir als DLRG Pfungstadt Zuschüsse für die Jugendarbeit (pro Jugendlichem Mitglied), eine Pauschale für ehrenamtliche Arbeit sowie Zuschüsse für Fahrten und Lager (abhängig von der Teilnehmerzahl). Unterm Strich sind das ca. 1500 € pro Jahr abzüglich 25% Sperre. Weitere Leistungen erhalten wir von der Stadt Pfungstadt nicht, die wir nicht auch selbst bezahlen müssen. Dafür sind wir auch immer wieder der Stadt Pfungstadt entgegengekommen: So haben wir seit Jahren keinen Antrag auf Bezuschussung von langlebigen Wirtschaftsgütern oder sonstigen Investitionskosten gestellt und z.B. auch unseren eigenen Beitrag bei Renovierungsmaßnahmen am städtischen Gebäude in der Fabrikstraße 9 geleistet. Für unseren eigenen Anlagen (Garagen, Wasserrettungsstation) wurden unsere Zuschuss-Anträge bisher immer abgelehnt.

Auch müssen wir schon seit Jahren unsere Nebenkosten für das DLRG-Vereinsheim einschließlich Grundsteuer selbst bezahlen (ca. 3000 € im Jahr plus Strom und Müll). Auch für die gelegentliche Nutzung von Sporthallen (z.B. Fassbierfest: 431 € für die Sport- und Kulturhalle) werden nicht unerhebliche Gebühren fällig.

Letztlich trifft uns die Haushaltskonsolidierung damit mehrfach:

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  • Reduktion der städtischen Zuschüsse um 25%, Streichung einzelner Zuschüsse
  • Erhöhung der städtischen Grundsteuer und damit unserer Nebenkosten
  • Schließung des Schwimmbads
  • Mehrkosten für die Nutzung von städtischen Hallen

Alleine mit dem Punkt Schließung des Schwimmbads werden damit jährlich ca. 1,5 Mio € Haushaltssanierung auf „unserem Rücken“ abgeladen. Dass das auf die Dauer nicht machbar ist, sollte jedem bewusst sein.

Sollte man die sowieso schon geringen Zuschüsse insbesondere für die Jugendarbeit noch weiter reduzieren, wird irgendwann der Punkt erreicht sein, wo wir unsere Jugendarbeit nicht mehr so anbieten können, wie bisher. Das betrifft letztlich alle Pfungstädter, denn der große Teil der Jugendarbeit wird bei Vereinen geleistet und an den meisten Stellen gestalten wir die Jugendarbeit auch so, dass wir sie auch für vereinsfremde anbieten.


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Die DLRG Pfungstadt bleibt neutral

24.08.2017

Die DLRG Pfungstadt hat nichts mit Shark-City zu tun. Klingt eigentlich logisch. In den sozialen Netzen sah das gestern Abend und heute morgen aber mal kurz anders aus.

Was war passiert? Die Facebook-Gruppe „Pro Shark-City“ hatte einen Shark-City-Online-Shop veröffentlicht mit dem Hinweis, dass der Erlös des Shops der DLRG Pfungstadt zu gute kommt.

Postwendend wurden wir heute in den sozialen Medien aber auch persönlich häufig gefragt, ob wir uns als Verein nun auf die Seite der Shark-City-Befürworter gestellt hätten oder uns hätten kaufen lassen.

Fakt ist:

  1. Wir wurden vor der Veröffentlichung nicht gefragt und haben nach einer kurzen internen Abstimmung um Löschung des Eintrags gebeten, was inzwischen zumindest auf der Facebook-Seite von Pro Shark-City auch erfolgt ist.
  2. Wir gehen natürlich davon aus, dass die Idee dahinter gut gemeint war, denn aktuell starten wir eine Spendenaktion für ein dringend nötiges, neues Fahrzeug.
  3. Aktuell ist die Debatte Pro oder Contra Shark City und die Stimmung dazu aber dermaßen aufgeheizt, dass dieser Post uns als Verein in ein falsches Licht rückte. Als Verein möchten wir einen Shitstorm gegen uns ob nun im Internet oder persönlich vermeiden.
  4. Wir stehen als Verein dem Thema Shark-City neutral gegenüber und das soll auch so bleiben. Wir möchten und werden als DLRG weder für die Pro noch die Contra-Seite Partei ergreifen und haben uns daher bisher auch sehr zurückhaltend bzw. gar nicht zu dem Thema öffentlich geäußert. Wir wollen das auch in Zukunft so halten und auch nicht in die Debatte „hineingezogen“ werden. Das geplante Hai-Aquarium hat ja auch keinerlei Bezug zu satzungsgemäßen Aufgaben der DLRG (Pfungstadt).
  5. In den Reihen unserer Mitglieder gibt es sicherlich Befürworter und Gegner des Shark-City-Projekts. Wir diskutieren das Thema innerhalb unserer Mitgliederschaft respektvoll und akzeptieren und respektieren unterschiedliche Standpunkte, so wie es sich für eine Demokratie gehört. Uns hält als Verein der gemeinsame Kampf gegen den Ertrinkungstod in Form von Wasserrettungsdienst und Schwimmausbildung zusammen. Da darf jedes Mitglied unterschiedliche Meinungen zu (Lokal-)politischen Vorgängen haben.
  6. Gerade auch, weil in unseren Vereins-Räumen Wahlen und ggf. auch das anhängige Bürgerbegehren stattfinden, sehen wir uns auch in der Pflicht eine entsprechende Neutralität zu wahren. Sonst könnte das auch juristische Folgen für eine Wahl bzw. Abstimmung haben.

Zum Schluss: Wer uns persönlich etwas spenden möchte, kann dies gerne tun. Welche Möglichkeiten Ihr habt, findet Ihr auf unserer Webseite

 


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Tag 10 und 11 und das große Aufräumen

11.08.2017

Das Sommerzeltlager 2017 in Losheim am See ist erfolgreich abgeschlossen. Wir denken, die meisten können wieder auf ein schönes Lager mit vielen tollen Erinnerungen zurückblicken und alle Teilnehmer sind wieder gesund zu Hause angekommen. Viele werden die letzten Ferientage noch in Ruhe ausklingen lassen. Zeit also nochmal die letzten beiden Zeltlager-Tage Revue passieren zu lassen.

Der vorletzte Lager-Tag brachte uns leider wieder einen regnerischen Vormittag. Nach einem erneut reichhaltigen Frühstück, wurden so einige Spiele im Aufenthaltszelt gemacht. Auch einige Spiele des Trimagischen Turniers standen noch aus, die aber im Laufe des Mittags ins Freie verlagert werden konnten. Denn nach einem Mittagessen á la „Alles muss raus“ hörte der Regen nach und nach auf. Zu etwas Sonnenschein gab es am Nachmittag auch noch verschiedene Milchshakes, die reißenden Absatz fanden.

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Nach den zahlreichen, verschiedenen Spielen und der Sieger-Ehrung der Hogwarts-Häuser-Teams konnte auch der Grill für das Abendessen entzündet werden. Mit leckerem Fleisch oder Grillkäse konnten sich die Teilnehmer so für den bevorstehenden Abbau am nächsten Tag stärken. Aber auch an diesem Tag wurden bereits Vorbereitungen getroffen: So hieß es für alle ihre Habseligkeiten rund um die eigene Luftmatratze oder das eigene Bett zu sortieren, zu ordnen und zu verpacken.

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Da die Wettervorhersage für den kommenden Tag keinen Regen prognostizierte, wurde auch bereits fix das Aufenthaltszelt abgebaut, bevor ein letztes Lagerfeuer entzündet wurde. Als ein letztes mal Paulchen Panther mit „Wer hat an der Uhr gedreht?“ erklang, stellten die meisten wehmütig fest, dass das Lager damit unaufhörlich seinem Ende entgegen ging.

Noch einmal schlafen, bevor Manuel und das Betreuerteam alle weckten und zum letzten Tag antrieben, denn um 13 Uhr sollte es auf die Heimreise gehen. Und noch war einiges zu tun: Alle Schlafstellen waren abzubauen und das letzte Gepäck zu packen.

Ein Frühstück durfte trotzdem nicht fehlen und auch für das Mittagessen mussten wieder Lunchpakete „geschmiert“ werden. Also nochmal kräftig stärken, denn beim Abbau der Zelte und beim Reinigen mussten alle Helfen.

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Nachdem alle Zelte bis auf die Küche ausgeräumt und die entsprechenden „Faulstreifen“ am unteren Planen-Rand gereinigt waren, konnte der Abbau losgehen. So wurde ein Zelt nach dem anderen abgebaut. Ein weiteres Team reinigte die Bodenplanen, während der dritte Trupp die Küche „auseinandernahm“. Bald war von der kleinen Zeltstadt, die die letzten 10 Tage unser kleines Zuhause war, nicht mehr viel übrig.

So konnte pünktlich um 13 Uhr abgefahren werden. Ein Teil des Betreuerteams verabschiedete sich mit dem zahlreichen aufgeladenen Material und entsprechenden Fahrzeugen schon etwas früher.

Und so kamen alle pünktlich in Pfungstadt an. Das Betreuerteam traf sich zum Abschluss samt Anhang im Pfungstädter Brauereigasthof. Nach 11 tollen aber auch anstrengenden Tagen ließen sich alle bedienen und genossen das gute Wetter im Biergarten.

Für das Betreuer-Team gab es auch dieses Jahr wieder Tag 12: Das große Aufräumen im DLRG-Vereinsheim stand ab 11 Uhr an: Material sortieren, reinigen, putzen, waschen, trocknen und entsorgen stand an. Denn so ein Zeltlager ist auch eine logistische Leistung mit Material aus vielen Bereichen: Backöfen, Fundsachen, Getränke, Geschirr, Essen, Kühlschränke, Reinigungsmittel, Spiele, Zelte und vieles mehr. Leider regnete es ordentlich, so dass wir vieles nicht direkt verstauen konnten, sondern nochmal in den Garagen zum Trocknen unterbringen mussten.

Dennoch ging es gut voran und auch die ein oder andere Kleinigkeit in unserem Vereinsheim wurde auch gleich mit gereinigt. Jetzt noch ein paar letzte Spülmaschinen-Durchläufe und das Lager 2017 ist komplett abgeschlossen … obwohl wir müssen auch noch den Zeltlager-Film schneiden und die Fotos sortieren und den Abschlussabend vorbereiten und sowieso gilt ja auch die alte Fußballerregel: „Nach dem Zeltlager ist vor dem Zeltlager“

Der Abschlussabend findet übrigens am Samstag, 30. September statt. (Auf dem Abschlussbrief stand versehentlich Freitag als Wochentag).


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Zeltlager 2017 – Tag 6-9

07.08.2017

Volles Programm rund um das Wochenende

Leider sind wir nicht ganz so aktuell, denn die letzten Tage brachten doch massig Programm für die Kids und Betreuer. Leider kam es zusätzlich zu unserem ohnehin straffen Programm am Freitag Abend noch zu einem größeren Defekt an unserem Vereinsfahrzeug. Trotz der regelmäßig und erst kurz vor dem Zeltlager durchgeführten Inspektionen, liegt hier wohl ein Defekt an der Kupplung vor.

Nichts desto Trotz wollen und haben wir unseren Kids zahlreiche Programmpunkte geboten.

Am Tag 6 (Freitag) ging es zum ersten Ausflug. Ziel der ganztägigen Ekursion war Trier, wo eine Besichtigung der Porta Nigra auf dem Programm stand. Erstaunt stellten die Teilnehmer fest, dass es mit einem als Centurio verkleideten Führer auf die Erlebnis-Tour ging. Viel Spaß und Informationen brachte diese Führung für alle.

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Nach der Tour durch die Porta-Nigra. ging es schließlich auf Rundtour in kleinen Gruppen durch die Innenstadt. Dort wurden zahlreiche Souvenirs und das ein oder andere Eis gekauft, ehe es wieder per Bus und Bahn zurück zum Zeltplatz ging.

Lagerabend am Samstag

Am Samstag (Tag 7) wurde schließlich der Lagerabend vorbereitet. Dort konnten sich alle Teilnehmer Spiele und Vorführungen ausdenken und zum Besten geben. Das Ganze führte zu einem schönen Programm, dass von einer kurzen Pause mit frischem Frucht-Smoothie unterbrochen wurde.

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Anschließend ging es kurz ans Lagerfeuer ehe zu einer Nachtwanderung aufgebrochen wurde. Diesmal wurde auf das Erschrecken der Teilnehmer weitestgehend verzichtet und dennoch bot das dunkle Waldstück mit seinem zahlreichen Wurzelwerk auf dem Weg Möglichkeiten sich zu erschrecken.

Anschließend ging es nochmals ans Lagerfeuer, wo es nun frisches Popcorn für alle gab und man den Abend bei Gitarrenmusik ausklingen ließ. Bis tief in die Nacht durften die Teilnehmer am Feuer bleiben, denn für den Sonntag war Ausschlafen angesagt.

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Und so startete Tag 8 im Lager mit dem traditionellen Sonntags-Brunch. Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite, allerdings blieb der See auf Grund einer Blau-Algen-Warnung gesperrt und so entschloss sich das Betreuerteam dazu mit dem Team zum Wasserspielplatz zu gehen und Tretboot zu fahren.

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Währenddessen ging es in der Küche rund.Zunächst gab es frisch gebackene, leckere Brownies und am Abend startete das 4-Gänge-Menü mit folgender Menü-Folge: Bolognese-Kartoffeln, frischer Salat, saftige Rinder-Steaks mit Erbsen-/Karotten-Gemüse und Kroketten und Apfelflammkuchen.

So verging der Sonntag wie im Fluge. Am Abend wurde wieder ein Lagerfeuer entzündet. Diesmal ging es jedoch früher ins Bett, denn für den Montag stand bereits wieder der nächste Ausflug an.

Und so ging es am Montag (Tag 9) nach Saarburg. Dort wurde in der Stadt an verschiedenen Sehenswürdigkeiten Fotos gemacht, kurze Video-Schnipsel gedreht und so die Stadt kennengelernt.

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Höhepunkt des Städte-Trips im wahrsten Sinne des Wortes war die Besteigung des Aussichtsturms der Saarburg hoch oben über der Stadt mit einem tollen Blick auf die Weinberge, die Stadt Saarburg und die Saar.

Nach dem Abstieg ging es mit dem Sessel-Lift auf den nächsten Berg. Denn dort wartete die Sommerrodelbahn auf uns. Nach 2-3 rasanten Abfahrten und einem Eis oder Getränk in der Gipfelgaststätte, ging es schließlich wieder zurück zum Zeltplatz.

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Der Abend bringt nach leckeren Fischstäbchen jetzt noch das „Trimagische Turnier“ und wird sicher auch wieder am Lagerfeuer ausklingen …


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Tag 4 und 5 im Sommerzeltlager

03.08.2017

Der 4. Lagertag brachte endlich tolles Badewetter. Morgens ließ sich das Wetter aber noch ein bisschen bitten. Daher ging es zunächst auf den Sportplatz.

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Dank der Niederschläger an den Vortagen wurden die Spiele hier zu einer kleinen Schlammschlacht. Bevor es schließlich Kaiserschmarrn zum Mittagessen gab, mussten die Teilnehmer aber noch an den Zelten tätig werden. Da die Schlafzelte der Teilnehmer aussahen, wie nach einem kleineren Bombenangriff, war hier zunächst aufräumen angesagt.

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Nach dem Mittagessen war es dann aber endlich soweit: Am See konnte ausgiebig gebadet, geschwommen, geplanscht und gesonnt werden. So verging der Nachmittag wie im Fluge. Nach einer Dusche ging es schließlich zum Essen: Wraps mit Hackfleisch, Salat, selbstgemachter Salsa und vielem mehr. Diese waren so heiß begehrt, dass alles ratzeputze leergegessen wurden.

Der Donnerstag startete wieder mit wechselhaftem Wetter. Das Frühstück konnte gerade noch so im Freien eingenommen werden, danach war wieder etwas Zeit für Karten- und Gesellschaftsspiele. Mittags gab es Fleischkäse sowie einige „Resteverwertung“ zum Essen.

Der Nachmittag brachte dann endlich wieder gutes Wetter und damit die Möglichkeit für zahlreiche Spiele am See. Damit konnten die Spielegruppen endlich wieder Punkte in Form von Muggel-Steinen sammeln.

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Zum Abendessen gab es Nudeln mit leckerer Bolognese-Sauce. Danach gab es eine Geldausgabe des zentral verwalteten Taschengelds. Denn für morgen steht ein Ausflug nach Trier auf dem Programm und so müssen wir etwas früher starten.

Zum Abschluss des Tages haben wir am See noch ein Foto mit besinnlicher Atmosphäre am verlassenen Strand des Losheimer Stausees geschossen.

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Dies wollen wir an dieser Stelle auch nutzen, um Teilnehmern, Betreuern, Eltern und Angehörigen der DLRG Herrenberg unser Mitgefühl auszudrücken. Bei deren Feriencamp kam es zu einem tödlichen Vorfall durch einen umgestürzten Baum, während orkanartigem Wind. Der Baum schlug in einem Zelt ein und verletzte mehrere Teilnehmer, einen davon tödlich.


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Zeltlager 2017 gestartet: Tag 1-3

02.08.2017

Am 30. Juli startete das diesjährige Sommerzeltlager mit 24 Teilnehmern nach Losheim am See. Ein Teil des Betreuerteams war, wie immer, bereits vorab gestartet und hatte Zelte und Einrichtung aufgebaut.

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Leider kam es zu einem kleinen Durcheinander bezüglich der Abzeitfahrt. Während das letzte Anschreiben der Eltern 9:30 Uhr als Start-Uhrzeit enthielt, war auf den ursprünglichen Anmeldungen und der DLRG-Jugend Homepage noch 10 Uhr angegeben.  Sorry für die Unannehmlichkeiten, hier war die Info über die Änderung der Abfahrtszeit nicht an unser Online-Team durchgedrungen. Dennoch kam der Bus schließlich um kurz vor 13 Uhr am Zeltplatz an und damit noch pünktlich genug, um planmäßig ins Zeltlager zu starten.

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Zunächst gab es die üblichen Infos zum Zeltplatz,, den Zelten, der Umgebung und vielem mehr. Dann konnten die Teilnehmer endlich ihr Gepäck in den Zelten verstauen und mit Hilfe einiger Betreuer die Schlafgelegenheiten aufbauen. Danach gab es noch einen kleinen Imbiss und die Verteilung der Zeltlager-Shirts, bevor das Spiele-Team mit kleinen Spielen zum Kennenlernen startete und man kurz den Strand und den See inspizierte.

Danach gab es auch schon Abendessen mit allerlei Leckereien vom Grill und einem Nudelsalat mit Pesto, Tomaten und Mozarella.

Am Montag konnte schließlich bei tollem Wetter der Badebereich den ganzen Tag genutzt werden. Die Mittagsversorgung wurde dabei mit einem Lieferservice an verschiedenen Flammkuchensorten aus dem Küchenzelt heraus sichergestellt. Und so konnte auch der Nachmittag frisch gestärkt am See verbracht werden.

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Nach dem See ging es unter die Dusche und nach frischen Schnitzeln mit Pommes Frites und gesundem Salat ging es schließlich an ein erstes, kleines Lagerfeuer. Da der Wetterbericht bereits vor Unwettern warnte und bereits zahlreiches Wetterleuchten zu sehen war, gab es gleich eine Einweisung zum Verhalten bei Regen und Gewitter in den Zelten.

Nachdem es zunächst so aussah, als würde das Regengebiet den Platz in Losheim nur streifen, ging es gegen Mitternacht dann doch mit Starkregen, Blitz und Donner richtig zur Sache. Das Betreuerteam legte noch schnell letzte Hand an ein paar Stellen an – ansonsten waren die Zelte ohnehin bereits voll gesichert. Da das Gewitter – mal stärker, mal schwächer – die ganze Nacht über anhielt und immer mal ein Teilnehmer aufwachte und etwas Angst hatte sowie der Rest des Zeltplatzes auf Grund „abgesoffener“ Zelte, Stromausfall und weiteren Problemchen Hilfe bei der DLRG suchte, blieb das Küchenzelt in mehreren Schichten bis kurz nach 5 Uhr morgens als Anlaufstelle durchgängig besetzt. Daher heute auch etwas verspätet der Blog-Eintrag.

Da alle noch etwas müde waren, startete das Frühstück am Dienstag (2. August) etwas später. Der Tag war leider auch weiter verregnet und bot so die Möglichkeit etwas Schlaf nachzuholen, kleinere Gesellschafts- oder Kartenspiele zu spielen.

Am Nachmittag nach Ofenkartoffeln mit frischem Kräuterquark, hörte endlich der Regen auf und so wurde am Abend wieder ein kleines Lagerfeuer entzündet. Da in unserer Feuerwanne noch der Regen des gesamten Tages und Vorabends stand, wurde das Feuer diesmal schwimmend angelegt.

Der Nachthimmel sieht heute deutlich angenehmer aus und lässt auf einen schönen, sommerlichen Tag morgen hoffen

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Fassbierfest kommt 2018

18.07.2017

Eine tolles Fest 2016 – wir hatten doch auch kurz überlegt, dass Fassbierfest jährlich stattfinden zu lassen. Doch der Aufwand dahinter ist für uns doch größer und somit bleiben wir im 2-jahres-Rhytmus. Je länger der Abstand, desto größer die Vorfreude! Im letzten Jahr konnten wir mit Pfund und knapp 500 Gästen das 25-jährige Jubiläum des Fördervereins der DLRG Pfungstadt gebührend feiern.

 

Jetzt in der Sommerzeit kümmern wir uns um musikalische Begleitung für das nächste Fassbierfest, das geht natürlich am besten wenn die Festivals und Feste am Laufen sind. Es gibt zahlreiche und echt super Bands in unserer Region, am besten trifft man diese am Schlossgrabenfest.

Neben den angenehmen, ereignen sich auch traurige Dinge. Zahlreiche Schwimmunfälle dieses Jahr zeigen stark, weshalb es wichtig ist trotz vieler Hürden, die Schwimmkurse in den noch verbleibenden Hallen- und Freibädern anzubieten. Dort gibt es neben den nicht endenden Nachfragen zum Nichtschwimmerkurs auch Anfragen von Flüchtlingen in Pfungstadt. Wir freuen uns das viele Eltern wissen, wie wichtig es ist, richtig schwimmen zu lernen. Am Eicher See ist bei dem Wetter viel los, dort sind wir vor Ort und achten auf die Gäste am und im See. In nicht mal mehr als 2 Wochen fahren einige Kinder- und Jugendliche wieder in das alljährige Sommerzeltlager nach Losheim. Danach gehen auch die ersten Vorbereitungen für das Fassbierfest 2018 los!

 

Für alle die ihren Kalender frühzeitig planen, dass Datum steht schon fest – am 17.11.2018 findet das 3. Fassbierfest in der Sport- und Kulturhalle in Pfungstadt statt!

 

Bis dahin kommt bitte gut und sicher durch die Sommerferien!


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Persönliche Erklärung von Holger Heisel

17.06.2017

stv-og-leiterRund um den Artikel des Darmstädter Echos vom 13. Juni ist die Schwimmbad-Diskussion neu entbrannt. Als Beteiligter des Dachverbands Schwimmen, der nun schon seit den ersten Zusammenkünften des Schwimmbadbeirats sich für den Erhalt des Bades bzw. einen Neubau einsetzt, möchte ich an dieser Stelle eine persönliche Erklärung zu den Ereignissen der letzten Monate abgeben.

Seit 2013 engagiere ich mich hier nun ehrenamtlich für das Thema neben meinem Engagement in der DLRG Pfungstadt. Es war für mich auch immer ein Thema, dass ich nicht nur aus Vereinssicht sondern auch für Pfungstadt als meine Heimatstadt vorantreiben wollte. Während dieser Zeit habe ich mich selten so bescheiden gefühlt, wie aktuell. Klarerweise war der größte Tiefpunkt die Schließung des Bade-Sauna-Parks Anfang 2014. Aber die Entwicklungen der letzten Wochen und insbesondere das Gespräch mit dem Bauamt am 8. Mai sind nun wirklich ein weiterer absoluter Tiefpunkt.

Wer sich unseren Artikel zu den Ereignissen der letzten Monate durchliest oder es – wie ich – selbst miterlebt hat, kann eigentlich nur einen Eindruck gewinnen: Zumindest in der Stadtverwaltung WILL man nicht! Schlimmer noch: Man belächelt und verhöhnt das bürgerschaftliche Engagement des Dachverbands schwimmen und damit auch meines!

Es waren 4 anstrengende Jahre mit Höhen und Tiefen, aber immer in der Hoffnung es schaffen zu können: Ein Schwimmbad für Pfungstadt, dass der Öffentlichkeit, Schulen und Vereinen zur Verfügung steht und dass die Stadt dennoch nicht über Gebühr belastet und auch noch die Sauna-Investition rettet. Diese Hoffnung ist bei mir inzwischen allerdings kurz vor dem Nullpunkt angekommen.

Sollte der Vorschlag der Verwaltung am Montag in der Stadtverordnetenversammlung angenommen werden und man versuchen eine Investoren-Lösung zu entwickeln, wäre das Schwimmen in Pfungstadt zumindest für die nächsten 5-7 Jahre nicht realisierbar. Auch würden wir am Ende ein ganz anderes Bad erhalten – eines, dass überhaupt nicht mehr für Freizeit-, Sport- und Trainingszwecke nutzbar wäre.

Mit einer solchen Entscheidung, wäre auch einer Zusammenarbeit am „Runden Tisch“ die Grundlage entzogen. Wir würden uns daran auch nicht mehr beteiligen!

Am Ende bleibt festzustellen, dass unser Engagement nur solange willkommen war, wie es quasi nichts gekostet hat. Im nachhinein betrachtet, waren wir halt die lästigen Wadenbeißer, die das Thema nicht zur Ruhe kommen ließen.

Die Stadt Pfungstadt muss sich allerdings bei einem solchen Umgang mit engagierten Bürgern am Ende nicht wundern, wenn es immer weniger davon gibt.

Sollte es zur Investoren-Lösung kommen, kann ich mich am Ende immerhin mit erhobenem Haupt und reinem Gewissen durch Pfungstadt bewegen; stets in dem Wissen alles versucht zu haben, was ehrenamtlich möglich war. Ich kann nur zur Kenntnis nehmen, dass das nicht ausreichte, um es mit einer Stadtverwaltung aufzunehmen, wo Leute 8 Stunden am Tag dafür bezahlt werden, um Dinge zu suchen, wie man den Ehrenamtlern möglichst viele Steine in den Weg legen kann.

Ich bin gespannt auf die Abstimmung am Montag in der Stadtverordnetenversammlung, fürchte jedoch, dass es auf die Investorenlösung hinauslaufen wird. Wenn die Dollar-Zeichen zu sehr in den Augen stehen, trübt es leider häufig den Verstand.


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Detaillierter Ablauf der letzten Schritte seit der Konzeptpräsentation „Pfungstadtbad 3.0“

15.06.2017

Nachdem wir als DLRG Pfungstadt ja bereits deutlich zu den letzten Vorgängen rund um das Pfungstädter Schwimmbad Stellung bezogen haben, möchten wir an dieser Stelle im Detail auch nochmal die Umstände erläutern, die letztlich zum Artikel im Darmstädter Echo vom 13. Juni 2017 führten. Damit kann sich jeder ein Bild von der Situation machen.

Nach der Vorstellung unseres Konzepts im September 2016 hat die Stadtverwaltung einige Schritte eingeleitet.

Zunächst ließ die Verwaltung das Schwimmbad-Konzept des Dachverbands von einem unabhängigen Bäder-Planer/-Berater prüfen

Im Rahmen des Gesprächs mit Verwaltung und Bäder-Berater war bereits die Tendenz zu erkennen, dass die Verwaltungsmitarbeiter versuchten akribisch in unserem Konzept Fehler und Schwachstellen zu finden. Dies ist grundsätzlich ja nicht verkehrt, denn man kann natürlich immer mal etwas übersehen oder fehlerhaft berechnet haben, insbesondere wenn das Ganze hauptsächlich ehrenamtlich erarbeitet wurde. Die Hartnäckigkeit der Nachfragen hinterließ allerdings bereits einen gewissen Beigeschmack, auch wenn am Ende der Berater zur Erkenntnis kam, dass das Konzept des Dachverbands schlüssig ist. Er erwähnte auch, dass die angesetzten Investitions-Kosten eher zu hoch als zu niedrig berechnet wurden und der Dachverband z.B. auch sehr viel Geld für Wartung bei den Betriebskosten eingeplant habe.

Das Ergebnis dieser Prüfung wurde am Ende niemals öffentlich oder den Gremien (Stadtparlament, Ausschüsse) bekannt gemacht, was ja schon mal verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass das Konzept ja wohl inhaltlich tragfähig ist und dies nun auch nochmals unabhängig bestätigt wurde. Unabhängig davon wurde eine juristische Prüfung verabredet, in der es darum gehen sollte, wie das Ganze mit einer Genossenschaft, der Weitergabe des Grundstücks an die Genossenschaft, dem Bau usw. rechtssicher zu machen ist. Dazu sollte dem Dachverband ein Budget bereitgestellt werden, um dies mit einem Fachanwalt für Bäderbetrieb zu klären und zu erarbeiten.

Die juristische Prüfung – aber plötzlich ganz Anders als vereinbart!

Nachdem sich der Dachverband bereits einige Angebote bezüglich der juristischen Beratung eingeholt hatte, informierte uns plötzlich und unerwartet der Bauamts-Leiter darüber, dass man die juristische Prüfung über den Städte- und Gemeindebund durchführen werde. Dazu solle es schon in wenigen Tagen ein Gespräch am Rande des Städte- und Gemeindetags geben. Durch diese Maßnahme war der Dachverband plötzlich ausgeschlossen, denn so kurzfristig war es natürlich nicht möglich ehrenamtlich ebenfalls zum Städte- und Gemeindetag zu fahren, um bei dem Gespräch mit am Tisch zu sitzen.

Wir haben hierauf seitens des Dachverbandes in einer Mail an den Bürgermeister sehr verärgert reagiert, insbesondere weil bereits ehrenamtliche Aufwände für die Angebotseinholung angefallen waren. Eine Rückantwort blieb bis heute aus. Auch entsprach das Vorgehen gar nicht unserer Vorstellung, denn wir waren bezüglich der formellen und vertraglichen Dinge sehr offen. Es stand für den Dachverband letztlich nur fest, dass das Bad von einer Genossenschaft, an der Bürger und Stadt beteiligt sind, betrieben werden sollte. Weiterhin stand fest, dass man versuchen wollte den Organisationsaufwand so gering wie möglich zu halten, denn auch dieser schlägt sich letztlich in den Kosten nieder. Und letztlich muss die Stadt einen Betriebskostenzuschuss zahlen (allerdings deutlich kleiner als im bisherigen Bad) – anders ist ein öffentliches Bad mit noch humanen Eintrittspreisen und welches auch durch Vereine und Schulen genutzt werden kann, nicht zu finanzieren. Ziel des Dachverbandes war es aus diesen wenigen Fix-Punkten mit einem Anwalt eine tragfähige, einfache und rechtssichere Lösung zu entwickeln.

Die Verwaltung hingegen hat die ersten groben Vorstellungen des Dachverbands als fertiges Konzept an den Juristen gegeben, der das dann auf dieser Basis auch korrekt bewertet hat. Ziemlich logisch, dass hier herauskam, dass das ein oder andere nicht so einfach funktioniert, wie man es sich vorgestellt und gewünscht hat. Es gab zwar nochmal ein Gespräch mit einem Anwalt der das Papier des Städte- und Gemeindebundes dann nochmal erklärte und an dem auch der Dachverband beteiligt war, aber im Rahmen dieses Gesprächs war es natürlich nicht möglich einen anderen Ansatz zu entwickeln. So blieb festzustellen, dass die grobe Vorstellung des Dachverbandes dennoch möglich gewesen wäre, allerdings mit entsprechendem Aufwand.

Und plötzlich: Ein Investor soll es „für Umme“ richten!

Innerhalb dieses Gesprächs kam dann plötzlich von der Leitung des Bauamts auf, dass man das gesamte Gebiet entlang der Dr.-Horst-Schmitt-Straße mit einem privaten Investor entwickeln wolle. Der solle der Stadt dann im Gegenzug kostenfrei ein Schwimmbad bauen und betreiben. Um ehrlich zu sein sind die Dachverbandsvertreter in diesem Gespräch aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen und haben sich zunächst Bedenkzeit erbeten, um diesen Gedanken zu verfolgen.

Zwar hatten auch wir uns im Vorfeld entsprechende Gedanken gemacht, ob man nicht vom Schwimmbad-Grundstück einen Teil veräußern könne, um damit einen Teil der Badkosten zu finanzieren. Dies war aber eher eine Überlegung ins blaue hinein. Zwischenzeitlich hatte die Verwaltung dazu angeboten, ob nicht im Rahmen einer Hochschularbeit sich mal jemand Gedanken machen sollte, was man mit freiwerdender Fläche anfangen könne. Das wäre für uns noch OK gewesen, denn diese Arbeit hätte einfach parallel zu den weiteren Bad-Planungen laufen können. Die Investor-Lösung mit der Stadt-Entwicklung eines ganzen Quartiers wird aber möglicherweise 3-5 Jahre dauern, ohne dass bis dahin für ein Schwimmbad ein Spatenstich erfolgt wäre.

Die schriftliche Antwort des Dachverbandes: Investorlösung – OHNE UNS!


Hallo Herr Schöyen,

vielen Dank für unser Gespräch von Donnerstag und die Möglichkeit Herrn Lenz juristisch nochmal tiefergehend zu befragen.

Im Rahmen des Gesprächs kamen wir auch auf Ihre Idee einer „Gesamt-Entwicklung Quartier Sport-/Freizeitzentrum Süd“ zu sprechen, die Sie auch in Kürze der Politik vorstellen wollen und mit dem Sie eine städtebaulich Weiterentwicklung des gesamten Bereichs entlang der Dr.-Horst-Schmitt-Straße unter Einbeziehung eines oder mehrere privater Investoren planen. Sie hatten uns hier um ein Feedback seitens des Dachverbands gebeten, dass wir nach interner Abstimmung hiermit gerne abgeben:

Die Gesamt-Weiterentwicklung des gesamten Gebiets macht für uns aus städtischer Sicht zwar Sinn. Dennoch möchten wir die Schwimmbad-Thematik nicht in einem solchen großen Kontext weiter vorantreiben, sondern sehen diese hiervon losgelöst.

Zur Begründung:

  1. Wir sehen für das von Ihnen vorgeschlagene Vorgehen einen Zeitrahmen von 3-5 Jahren ab Entscheidungsfindung (Stadtentwicklungsplanung, Projektentwicklung, Investorenfindung – noch kein Bau!). Die schwimmsporttreibenden Vereine und Abteilungen – mit deren Vereins- und Abteilungsleitern wir ebenfalls am Donnerstag Abend noch zusammengesessen haben – haben hier nochmal sehr deutlich gemacht, dass ein solcher Zeitrahmen nicht mehr tragbar ist. Wir sind nun bereits im Jahr 4 nach der Badschließung. Gehen wir vom günstigsten Fall aus, dass in 3 Jahren (also 2020) ein Schwimmbadbau im Rahmen Ihrer städteplanerischen Konzept-Entwicklung durch einen Investor begonnen werden könnte. Die Bauzeit für ein Bad beträgt ca. 2,5 Jahre. D.h. wir wären im Jahr 2023. Eine Überbrückung von 10 Jahren seit Badschließung ist für die Vereine weder finanziell noch ideell zu stemmen.
  2. Es ist völlig offen, ob Sie überhaupt im Rahmen eines solchen Verfahrens am Ende einen Investor finden, der tatsächlich dauerhaft, nachhaltig und im Sinne der Bürger, Vereine und Schulen ein Schwimmbad bereitstellt und betreibt. Die bisherigen Erfahrungen der Stadt Pfungstadt mit Investoren (z.B. Entwicklung Hufeisengelände, aber auch privates Betreiber-Konzept Schwimmbad mit Herrn Runkel) sollten eigentlich deutlich zeigen, dass solche Geschäfte mit hohen Risiken behaftet sind (sowohl finanziell, wie auch für die Außendarstellung der Stadt).
  3. Es ist völlig offen ob in 3-5 Jahren noch ähnlich gute Bedingungen für Investitionen (Stichwort Niedrigzins-Phase) herrschen.
  4. Die von der Stadt Pfungstadt getätigte Sauna-Investition ist vermutlich über einen solchen Zeitraum betrachtet nicht mehr sinnvoll zu reaktivieren und müsste entweder ebenfalls neu gebaut werden oder entfallen, was die Attraktivität senken würde.
  5. Unter Berücksichtigung von Punkt 3 und 4 sowie zusätzlichen inflationsbedingten Kostensteigerungen im Bau und Betrieb dürfte sich das Gesamtvorhaben um ein Vielfaches verteuern. Selbst wenn ein Investor dann – durch andere Vorhaben innerhalb dieses örtlichen Bereichs – zusätzliche Einnahmen generieren könnte, dürften die deutlich angestiegenen Invest-Kosten auch auf den – weiterhin nötigen – städtischen Zuschuss durchschlagen. Je nach Konzept dürfte man hier mit einem jährlichen Zuschussbedarf von deutlich über 1 Mio € rechnen – selbst wenn ein Investor das Vorhaben „quersubventioniert“.
  6. Wie bereits innerhalb unseres Bäderleitkonzepts ausführlich dargelegt hat Pfungstadt das Potential für ein familienfreundliches Freizeit- und Sportbad, in dem auch attraktive Angebote gemacht werden (müssen). Pfungstadt hat aber kein Potential für ein Spaßbad oder eine Therme auf Grund der Konkurrenzsituation (Miramar, Jugenstilbad usw.). Auch die DGfdB ist letztlich zu keinem anderen Ergebnis gekommen. Zusätzlich ist die demografische Situation und die weitere gesellschaftliche Entwicklung zu betrachten (siehe Kapitel I.2 Bäderleitkonzept). Aus dieser Perspektive betrachtet wird ein Schwimmbad in Pfungstadt immer ein Zuschussbetrieb sein. Damit wird es schwierig bis unmöglich einen privaten Investor hierfür zu finden, der bei möglichst geringem Zuschuss auch genau den Bedarf abdeckt. Ein privater Betreiber dürfte hier ja eher das Interesse einer hohen Umsatzrendite verfolgen. Da passt ein solches Schwimmbad meist nicht besonders gut. Ich verweise auch darauf, dass die DGfdB von möglichen PPP-Modellen eher abgeraten hat, weil meist der private Partner unterm Strich die größeren – insbesondere monetären – Vorteile für sich zieht.

Weitere Vorgehensoptionen:

  • Unabhängig von unserer Bewertung bleibt es Ihnen unbenommen Ihre Idee der Politik genau so vorzustellen – wahrscheinlicherweise wird sich hierfür sogar eine Mehrheit finden. In diesem Falle sehen wir kaum weiteren Spielraum für Handlungen oder Beteiligungen seitens des Dachverbands Schwimmen. Sie können dann die vorliegenden Konzepte des Dachverbands mit dem Ihnen aktuell vorliegenden Stand weiterverwenden – ob diese dann noch sinnvoll und zukunftsfähig sind wage ich sehr stark zu bezweifeln (siehe Begründung 1,3,4,5). Eine Weiterentwicklung der Konzepte von unserer Seite würde in diesem Fall nicht mehr stattfinden. Die beteiligten aus den schwimmsporttreibenden Vereinen würden ihr Augenmerk in diesem Szenario darauf legen die jeweiligen Vereine/Abteilungen – auf Grund der fehlenden Perspektive – entsprechend geordnet abzuwickeln (d.h. – nach Überführung der Schwimmer sowie anderer Aufgaben im Falle der DLRG in andere Vereine/DLRG-Gruppen außerhalb Pfungstadts – letztlich aufzulösen).
  • Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass die Stadt Pfungstadt das Quartier parallel zur Badplanung weiterentwickelt und somit eine Möglichkeit schafft das Schwimmbadthema schneller umzusetzen und dennoch auf der anderen Seite über Investoren in diesem Gebiet entsprechende Einnahmen für die Stadt zu generieren. Mit diesen Einnahmen wäre natürlich der dauerhafte Zuschuss für den Badbetrieb für die Stadt einfacher zu finanzieren. Eine solche Lösung würden wir durchaus begrüßen – wie bereits mehrfach auch von unserer Seite angemerkt. Die Verknüpfung des Badbaus mit solchen Investor-getriebenen Gesamtplanungen für ein gesamtes städtebauliches Quartier ist aus unserer Sicht jedoch auf Grund des immer länger werdenden zeitlichen Horizonts nicht sinnvoll.

Unterm Strich: Sollten die Überlegungen bezüglich eines Investors letztlich in Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung münden, ist der Dachverband Schwimmen ganz logischerweise „raus aus der Sache“. Wie der Bürgermeister im Echo-Artikel auf die Idee kommt, es könnten die Ideen des Dachverbandes bei einer Investorenlösung noch einfließen, ist uns völlig unklar und wir haben dies bereits mit dieser Mail vom 9. Mai 2017 sehr deutlich gemacht. Es macht dann auch bereits keinen Sinn mehr noch den „Runden Tisch Schwimmbad“ weiterzuverfolgen. Die beteiligten des Dachverbands Schwimmen werden hier bei einer solchen Lösung sicherlich nicht mehr teilnehmen. Ein Investor wird seine eigenen Vorstellungen von einem Schwimmbad haben. Ein Reha-Bad (wie hier angedacht) ist auch ganz anders zu planen, als ein öffentliches Schwimmbad für Bürger, Schüler und Vereine.

Neben dieser chronologischen Auflistung der Abläufe veröffentlichen wir in Kürze noch eine persönliche Erklärung von Holger Heisel.


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Haushaltsberatungen in Pfungstadt & falsche Behauptungen zum Schwimmbad

07.02.2017

Haushaltsberatungen – Wie muss man sparen?

Nun gab es ja in den letzten Wochen einige Sitzungen der Ausschüsse und der Stadtverordneten zum Haushalt 2017 der Stadt Pfungstadt, die auch von der Öffentlichkeit stark wahrgenommen und besucht wurden. Im Zentrum der kritischen Betrachtung und des öffentlichen Interesses standen dabei zahlreiche gemeinsame Änderungsanträge von CDU, UBP und FW, die weitere, erhebliche Einsparungen im Haushalt forderten – trotz eines vorgelegten ausgeglichenen Haushalts.

Ich glaube jeder konnte sich inhaltliche seine eigene Meinung bilden. Von meiner Seite aus sei nur gesagt, dass man aus meiner Sicht weiter sparsam sein muss, dass man dabei aber auch das entsprechende Augenmaß walten lassen muss. Letzteres war aus meiner Sicht bei den in Frage stehenden Anträgen (besonders in den ersten Fassungen) wohl auf der Strecke geblieben, denn mit diesen Anträgen haben die Antragsteller zahlreiche Bevölkerungsgruppen gleichzeitig gegen sich aufgebracht: Von der Feuerwehr bis zu den Kindergärtner/innen, von den Kerweburschen bis zu den Vereinen, von den städtischen Angestellten bis hin zu den Familien mit Kindern. Zudem hatte man es noch versäumt mit den Betroffenen vor der Antragsstellung ins Gespräch zu kommen.

Harter Sparkurs nur für das Schwimmbad?

Begründet wurde das alles mit der Notwendigkeit 1 Mio. Euro jährlich im Haushalt für den Betrieb eines neuen Schwimmbads freimachen zu wollen. Es ist ein lobenswertes Ziel, Schwimmen in Pfungstadt wieder zu ermöglichen, dass übrigens alle Parteien in Pfungstadt mittragen. Und als Gesamtverband DLRG treten wir ja nun schon seit etlichen Jahren Badschließungen auf allen politischen Ebenen entgegen. Und auch als DLRG Pfungstadt haben wir uns im Dachverband Schwimmen eingebracht um dort Architektur-Studie einschl. Kosten-Schätzungen, Bäderleitkonzept und vielem mehr zu veröffentlichen. Das ist im September 2016 gut gelungen und das Konzept fand viel Zustimmung in der Bevölkerung und der Politik.

Mit der Verknüpfung der Spar-Anträge an das Schwimmbad-Projekt hat man dem Projekt „Pfungstadtbad 3.0“ nicht unbedingt einen Gefallen getan. Denn es ist für dieses Projekt auch wichtig, die Bevölkerung mitzunehmen – schließlich wollen wir ja nachher auch viele Bürger als Gäste in einem neuen Bad begrüßen. Das wird natürlich schwierig, wenn das Interesse für ein neues Bad in Pfungstadt gegen andere – ebenfalls nachvollziehbare – Interessen zu sehr ausgespielt wird. Hier gilt es die Balance zu finden, sonst kommt es aus Wut und persönlicher Betroffenheit zu falschen öffentlichen Behauptungen zum Schwimmbadprojekt, auf die ich gleich noch gerne eingehen möchte. Die Haushaltsbeschlüsse sind demokratisch gefallen. Die vielen Bürger, die sich auch live bei den Sitzungen informiert haben, werden ihre Schlüsse ziehen.

Fake-News: Nur ein Schul- und Vereinsbad

Es gab in den sozialen Netzwerken aber auch verbal (tw. leider auch sehr aggressiv vorgetragen) Äußerungen der Art: „Nur wegen einem sch… Vereinsschwimmbad muss gespart werden.“ oder „Für ein Schwimmbad, dass nicht mehr von den Bürgerinnen und Bürgern so genutzt werden kann … Es wird zum Großteil für Vereine und Schulen ausgerichtet werden“. Das kann ich einfach so nicht stehen lassen, weil es schlicht falsch ist, zumindest wenn wir über das Konzept des Dachverbands Schwimmen reden.

Der Dachverband setzt sich neben Vereinen und einer privaten Schwimmschule auch aus Vertretern der Bürgerinitiative Pfungstadtbad zusammen. Diese Menschen sind alle Nutzer des Bades, die nicht in Vereinen organisiert sind. Der Hintergrund war, dass wir von Anfang an eben auch die Öffentlichkeit und die Bürgerinnen und Bürger ins Boot holen wollten. Es würde also schon rein der Zusammensetzung des Verbandes widersprechen ein reines Schul- und Vereinsbad zu bauen. Hier sei aber auch erwähnt, dass der Schul- und Vereinsbetrieb eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllt – nämlich die des Schwimmen-Lernens für Kinder. Das wird immer wichtiger in einer Zeit in der die Statistik der Ertrinkungsfälle leider seit zwei Jahren einen deutlichen Anstieg anzeigt.

Aber im übrigen auch inhaltlich ist es falsch, dass der Dachverband ein reines Vereinsbad planen würde. Dafür bräuchte man etwa 3 Fünfundzwanzig-Meter-Bahnen und ein Lehrschwimmbecken (plus zugehörige Umkleiden, Toiletten, Technikbereiche). Das Konzept des Dachverbandes sieht aber vor:

  • 5 Fünfundzwanzig-Meter-Bahnen mit Hub-Boden
  • Lehrschwimmbecken
  • Kinder-Spiele-Bereich innen
  • Schiebedach über dem Hallenbad
  • Außen-Liegewiese mit Spielfächen
  • Wasser-Fontänen-Spiel-Fläche außen
  • Gastronomie in allen Bereichen
  • in einem weiteren Bauabschnitt: Wasser-Erlebnis-Becken außen
  • Saunabetrieb einschl. Vergrößerung der Saua-Umkleiden und mehr Schränke für die Kleider
  • ebenfalls bereits angedacht: weitere kleine Wasser-Flächen für den Sauna-Bereich

Kurz und gut: All das könnte man sich komplett schenken, wenn es nur um ein reines Vereins- und Schul-Schwimmbad ginge, oder? Hinzu kommt, dass die Schwimmsport-Vereine und die DLRG ja viele Mitglieder seit der Badschließung verloren haben, d.h. deren Bedarf wird gar nicht mehr so hoch sein, wie er Ende 2013 war.

Leider muss ich sagen, dass die falschen Aussagen bezüglich „Schul- und Vereinsbad“ fast ausschließlich von Mitarbeitern der Stadt getroffen wurden. Das macht mich schon etwas traurig, denn die Mitarbeiter der Stadt hätten sich sogar direkt bei ihrem Arbeitgeber über das Konzept informieren können oder – wie alle anderen Bürger – auch auf der öffentlichen Präsentation im September 2016. Wir bleiben als Dachverband und als DLRG aber auch weiter offen für Nachfragen und Ideen. Wer also genauere Informationen zum Pfungstadtbad 3.0 braucht, ist auch künftig eingeladen zu fragen.

Persönliche Meinung und Kommentar von

Holger Heisel


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