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Tag 10 und Abbau-Tag im Zeltlager

04.08.2018

Das Sommerzeltlager ist vorüber und wir blicken nochmal auf Tag 10, den Abbau-Tag und Aufräumtag im DLRG-Vereinsheim am Donnerstag zurück.

Tag 10 brachte nochmal jede Menge Programm. Denn wir planen immer einige Spiele und Aktivitäten mehr, als wir tatsächlich durchführen können. Dieses Jahr brauchten wir z.B. keine Spiele für Regenwetter, denn bis auf einen Regenschauer am Samstag-Abend blieben wir von schlechtem Wetter in diesem Lager verschont.

Da auch Tag 10 wieder mit Sonnenschein und warmen Temperaturen glänzte, ging es bereits am Vormittag wieder an den Strand. Dort stand an diesem Tag mal eine der wichtigsten DLRG-Tätigkeiten im Mittelpunkt: Die Wasserrettung.

Mit Baderegeln, Knoten und Befreiungsgriffen wurden einige Eindrücke vom Wasserrettungsdienst vermittelt. Diese Aktivität hatten wir in diesem Jahr erstmals eingebaut und da das Feedback der Kids positiv war, wird es wohl nicht das letzte Mal gewesen sein.

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Nach einem Reste-Mittag-Essen (Küchenmotto: „Alles muss raus!“), ging es dann schon an die Vorbereitungen zum Kofferpacken und alle hatten genügend Zeit sich nochmal Gedanken zu ihren Spielen am Lagerabend zu machen.

Um 15 Uhr eröffnete Holgers und Manuels Eisdiele mit verschiedenen Sorten Eis, Früchten und Sahne sorgten auch sie nochmals für Abkühlung.

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Nach mehreren leckeren Portionen Eis, waren dann alle gestärkt für den Lagerabend. Mit vielen Spielen, Darbietungen und der Siegerehrung unserer Lagerolympiade im „Superhelden“-Style brachte der Lager-Abend nochmals jede Menge Spaß. Von Mitmach-Theater bis Blind-Schminken von Tanzdarbietungen bis zu Quiz und Pantomime war wieder alles vertreten. Die Lagerolympiade gewannen übrigens unsere Superhelden von der Justice-League:

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Damit fand ein tolles Lager wieder einen würdigen Abschluss. wobei natürlich auch ein letztes Grillen und ein anschließendes Lagerfeuer stattfand, bevor alle etwas früher ins Bett gingen. Denn am nächsten Morgen war für 7 Uhr aufstehen angesagt.

In der Nacht vor dem Abbau zog ein kleines Gewitter nochmal an uns vorüber, aber bis auf etwas Wetterleuchten, Blitze und leichten Donnergroll bekamen wir nichts ab. Gott-sei-Dank, denn so konnten die Zelte am nächsten Tag gut abgebaut werden. Alle packten gut mit an, denn es musste sauber gemacht, abgebaut und verladen werden.

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So löste sich unsere kleine Zeltstadt, die für die letzten 10 Tage unsere Heimat war, wieder schnell auf und pünktlich um 13 Uhr ging es mit dem Reisebus auf den Heimweg.

 

Tag 7-9 im Sommerzeltlager

31.07.2018

Hallo Ihr Lieben,

unser letzter Blog-Eintrag vom Zeltplatz in Breitungen umfasst das vergangene Wochenende und den Montag. Auf Grund zahlreicher Aktivitäten kommen wir erst jetzt zu einem ausführlicheren Bericht.

An Tag 7 (also Samstag) ging es zunächst ans Aufräumen in den Zelten. Das war mal wieder dringend nötig.

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Der Mittag brachte uns zunächst erneut einen See-Tag und es ging im Tandem-Marsch auf Holz-Skiern durch den Sand. Der aufgebaute Parcours stellte die Teilnehmer vor eine entsprechende Herausforderung und brachte erneut Punkte für die Super-Helden-Olympiade.

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Der Nachmittag brachte etwas Wind, Wolken und schließlich tatsächlich ein paar Tropfen Regen. So musste das eigentlich für Abends geplante Grillen in die Bratpfanne in der Küche verlagert werden. Der Regen dauerte jedoch nicht lange und wir wurden mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

Dieser stimmte uns gleich auf die Lagerdisco ein, bei der die Kids nicht nur ihre eigene Playlist zusammengestellt hatten, sondern vom Betreuerteam durch entsprechende Lieder auch zum Tanzen animiert wurden. Als Specials gab es Malzbier und Frucht-Saft-Cocktails. Nach der Lagerdisco ging es nochmal ans Lagerfeuer, wo verlängert aufgeblieben werden durfte.

Denn der Sonntag ist traditioneller Ausschlaftag. Und so starteten wir mit einem Brunch mit verschiedenem Obst, mehreren Sorten Rührei und Spiegelei, bevor es nochmal an den See ging. Denn die Regentropfen des Vorabends waren verflogen und die Sonne schien erneut und heizte kräftig ein.

Und weil Sonntag war und unser Lager-Chef Martin Geburtstag hatte, gab es einen leckeren Nachmittagssnack mit frischem, selbstgebackenem Käsekuchen und einer erfrischenden Sahne-Himbeer-Butterkeks-Torte.

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Und weil die Küche damit nicht genug ausgelastet war, gab es am Abend ein 5-Gänge-Menü bestehend aus:

  • Salat-Variation
  • Bratkartoffel-Bolognese-Snack
  • Gemüse-Suppe
  • Rinderbraten mit leckerer Bratensauße, Mischgemüse und Prinzessinen-Kartoffeln
  • Lauwarmer Zwetschgenkuchen mit Vanille-Eis und Sahne

Auch diesen Abend ließen wir bei einem Lagerfeuer ausklingen, bevor alle in ihre Betten verschwanden.

Der Montag und damit Tag 9 brachte uns zunächst eine Sport-Aktion mit vielen Aktivitäten. Dann ging es unter die Dusche, denn für den Mittag stand nochmal ein Ausflug auf dem Programm, nachdem es mit Obst und frischem Milchreis nochmal einen Mittagssnack aus der Küche gegeben hatte.

Dann ging es wieder mit Fahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Inselsberg zum dortigen Funpark. Dort ging es für alle auf die Sommerrodelbahn oder den WI-Flyer. Auf Grund der Höhe von knapp 800 Metern und ein paar Wolken ließ es sich im Funpark gut aushalten. So gingen im Anschluss noch einige Trampolin- oder Bungee-Trampolin-Springen oder machten nochmal eine Zusatzfahrt auf der Sommerrodel-Bahn. Für viel Abwechslung war also gesorgt.

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Am Abend gab es nochmal eine kleine Wasserschlacht bevor wir zum leckeren Abendesse mit Feta-Frikadellen, Tzatziki, Bratkartoffeln und Erbsen- und Karotten-Gemüse übergehen konnten. Auch danach gab es noch viele Aktivitäten in kleineren Grüppchen mit Beachvolleyball, Vorbereitungen für den Lagerabend und vielem mehr.
Und natürlich durfte auch heute ein Lagerfeuer nicht fehlen.

Einen Blogeintrag über die beiden letzten Tage, einen Blick hinter die Kulissen des Zeltlagers liefern wir noch Ende dieser Woche nach.

Tag 5 und 6 im Zeltlager

28.07.2018

Das Sommerzeltlager 2018 geht weiter und wir blicken auf Tag 5 und 6 zurück. Nach dem Ausflug zur Wartburg war zunächst etwas ausspannen und Planschen am See angesagt.

Nach dem Mittagessen ging es zu einer Runde Weerwolf-Spiel in den Schatten. Das Spiel wurde aber plötzlich und völlig unerwartet vom Betreuer-Team in eine Wasserschlacht umgewandelt. Das Wetter zeigte sich dabei natürlich wieder von seiner besten Seite mit Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad. Da kam allen die Abkühlung doch sehr gelegen.

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Um uns auch von innen nochmal abzukühlen, gab das Küchenteam eine runde Melonen aus und es wurden diverse Wasserspielzeuge in Einhorn-Form am See ausprobiert.

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Das Abendessen schmeckte nach den tollen heißen Stunden mit viel Aktivitäten im Freien schließlich auch wieder allen. 6 Kilo Nudeln mit Bolognese-Soße waren jedenfalls ratzfatz verzehrt.

Am Abend ging es schließlich wieder ans Lagerfeuer, wo der Tag kurz ausklingen konnte. Denn für Tag 6 war bereits wieder ein Ausflug geplant.

Dieser führt die Teilnehmer und das Betreuerteam in die Altstadt vom Schmalkalden mit dem Schloss Wilhelmsburg, der Stadtkirche und dem Lutherhaus. Nach der Ankunft in Schmalkalden mit ÖPNV und Fahrzeugen gab es eine Mittagsrast mit belegten Brötchen, Joghurt und Müsli-Riegel.

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Danach ging es in die Altstadt, wo in den Super-Helden-Gruppen ein Stadtspiel durchgeführt wurde, welches auf dem Schloss Wilhelmsburg endete. Im dortigen Keller konnte man sich kurz abkühlen, bevor noch zahlreiche Bilder in verschiedenen Gruppen geschossen wurden.

Danach konnten sich alle in der Innenstadt nochmal frei bewegen, Postkarten, Süßigkeiten oder Andenken kaufen oder einen leckeren Eisbecher essen.

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Danach ging es wieder auf den Heimweg. Am Zeltplatz angekommen, gab es schließlich standesgemäß für einen Freitag Fisch mit verschiedenen Sorten Kartoffelsalat.

Und auch der Abend brachte nochmal ein Superhelden-Gruppenspiel. Das „Räuber-Banken-Spiel“ powerte sowohl die Teilnehmer als auch die Betreuer nochmal richtig aus. Am Ende des Tages ging es dann ans Lagerfeuer, wo man noch den „Blutmond“ beobachten konnte, bevor alle geschafft ins Bett fielen.

 

Tag 3 und 4 im Zeltlager

26.07.2018

Und schon wieder sind 2 tolle Tage im Sommerzeltlager vergangen. Tag 3 war bei bestem Badewetter natürlich erneut ein Tag am See.

Dabei konnten unsere Superhelden-Teams aber beim Tauziehen im Wasser auch wieder ordentlich Punkte sammeln.

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Ansonsten wurde der See, die Badeplattform und die Rutsche natürlich ganztägig genutzt. Unterbrochen wurde die große Planscherei nur von einem kleinen Mittagessen mit Ofenkartoffeln und frischem, selbst-angemachtem Kräuterquark.

Der Tag am See verging mit Spielen im Wasser, Schwimmen, Eincremen und Sonnen wie im Fluge. Am Abend ging es dann kurz unter die Dusche, ehe es leckere Schnitzel mit Pommes und Paprika-Soße gab.

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Ein kurzes Lagerfeuer beendete den Tag, denn für Tag 4 stand der erste Ausflug auf dem Programm und daher musste etwas früher aufgestanden werden.

So starteten wir Tag 4 morgens eine halbe Stunde früher als üblich. Denn beim Frühstück mussten sich alle auch noch Brötchen als Lunchpakete für den Tagesausflug schmieren. Auch mussten sich alle mit ihren Zeltlager-Shirts noch „Ausgeh-Fein“ machen.

Dann ging es für die erste Hälfte des Trupps zum Bahnhof und von dort weiter mit der Bahn Richtung Eisenach. Die zweite Hälfte fuhr direkt mit dem DLRG-Bus und 2 Fahrzeugen direkt nach Eisenach, wo man sich am Bahnhof zur Mittagsrast wieder traf.

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Neben den belegten Brötchen gab es noch Bananen und Äpfel und natürlich jede Menge Wasser, denn auch Tag 4 brachte Sonnenschein und Hitze. Die Hitze gab es schließlich auch im Bus hinauf zur Wartburg. Die letzten Meter hinauf zur Burg mussten gelaufen werden: Ein ordentlicher Anstieg und damit ein schweißtreibendes Unterfangen.

Auf der Burg angekommen, ging es nach einem ersten Gruppenbild direkt zur Führung durch die Burg. Dabei gab es wieder jede Menge Geschichte zu erfahren und einige aus der Gruppe taten sich auch wieder mit einem guten Wissen hervor. Die Kultur-Ausflüge vergangener Zeltlager zeigen wohl Wirkung 😉

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Nach der Führung ging es noch durch das angeschlossene Museum und die Lutherstube, bevor es zum Aussichtspunkt für ein weiteres Gruppenfoto ging. Nachdem sich alle dort umgeschaut hatten, ging es noch zum Eisstand, wo sich alle mit leckerem Eis versorgten.

Danach ging es wieder mit Bus, Zug und Fahrzeugen aufgeteilt zurück zum Zeltplatz, wo es mit frischem Döner Kebap wieder ein leckeres Abendessen gab.

 

Zeltlager 2018: Tag 1 und 2

24.07.2018

Trotz leichter Verzögerungen, durch fehlende Kissen und Rucksäcke, konnte unser Zeltlager-Bus mit den 27 Teilnehmern und 4 Betreuern pünktlich starten. Auch die Fahrt verlief problemlos und ohne große Staus, so dass wir nach einer kurzen Rast und dreieinhalb Stunden Fahrt den Zeltplatz in Breitungen erreichten.

Leider war es noch etwas bewölkt und nieselte etwas bei unserer Ankunft, aber das Wetter steigerte sich und so konnte die erste Ansage des Betreuerteams im Freien stattfinden. Danach ging es zum Einräumen der Zelte, die das Aufbauteam bereits komplett aufgebaut hatte.

Danach gab es einen kleinen Kuchen-Imbiss mit Manus frischem Zwetschgenkuchen und verschiedenen anderen süßen Kleinigkeiten. Gleichzeitig gab es noch einige Informationen vom Betreuerteam, bevor die ersten Kennenlern-Spiele starteten.

Danach ging es an die Aufteilung der Lager-Olympiaden-Gruppen unter dem Motto „Die Superhelden“ wurden die Teilnehmer in 5 Gruppen aufgeteilt. Die „Avengers“, „Justice League“, „X-Men“, „Die Unglaublichen“ und „Guardians of the Galaxy“ werden uns nun über das Zeltlager begleiten und die ein oder andere knifflige Aufgabe lösen müssen oder bei einigen Spielen Punkte sammeln.

Ansonsten konnte dann der Platz erkundet und der nahegelegene Spielplatz genutzt werden. Auch die ersten Gruppenspiele fanden statt.

Und so hatten alle am Abend kräftigen Hunger und freuten sich auf frischen, gemischten grünen Salat, Gurkensalat und Fleisch vom Grill.

Nach dem Abendessen wurde ein Lagerfeuer entfacht und bei Gitarrenmusik konnte der Abend ausklingen, bevor es zum Schlafen ins Bett ging. Das mit dem Schlafen hatten wohl einige nicht verstanden und so brauchte es mehrere Ermahnungen, bis dann endlich Ruhe eintrat.

Tag 2 startete mit einem reichhaltigen Frühstück: Marmelade, Nutella, Müsli, Brötchen, Wurst und Käse waren ebenso vorhanden, wie kalter Kakao. Das Wetter zeigte sich von seiner sonnigen Seite und so startete ein Sport-Programm für alle. Jetzt zahlte es sich aus, wenn man tatsächlich geschlafen hatte. Aber auch alle „übernächtigten“ wurden so auf Trab gebracht.

Da die Sonne ordentlich einheizte, konnte schließlich vor und nach dem Mittagessen (frische Gemüsesuppe) das Strandbad bevölkert werden. Mit Badeplattform, Rutsche, Strand und erfrischendem, klaren Seewasser, verging der Tag wie im Fluge.

Die viele frische Luft machte ordentlichen Hunger und so wurde das Abendessen (Zürcher Geschnetzeltes mit Spätzle) ratzeputze leergegessen. Danach ging es nochmal Duschen, bevor dann wieder das Lagerfeuer zum Treffpunkt wurde und alle den Tag so nochmal Revue passieren lassen konnten. Bei einigen hinterließ die „durchzechte“ vorherige Nacht und das straffe Tageprogramm noch ihre Spuren und so ging es diesmal für alle nicht nur ins Bett, sondern es wurde auch tatsächlich geschlafen.

Sicher in die Badeferien – Folge 2

17.06.2018

Heute setzen wir unseren Blog zum Thema „Sicher in die Badeferien“ fort und erläutern Euch die Flaggensignale, die Rettungsschwimmer inzwischen weltweit einheitlich an den Badestränden verwenden.

Seit 2003 verwendet die DLRG die ISO-Norm 20712, die von den verschiedenen Wasserrettungsorganisationen und auch maßgeblich der DLRG mitentwickelt wurde. Und natürlich nutzt auch die DLRG Pfungstadt diese Beflaggung als Grundsatzregelung für die in Eigenbetrieb geführte Wasserrettungsstation am Eicher See.

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Da die Beflaggung an unserer Station nicht von allen Stellen im See aus einzusehen ist, veröffentlichen wir den Status regelmäßig in der DLRG Info App bzw. über unsere eigene Webseite und die Webseite des DLRG-Bundesverbandes.

Das Wichtigste ist die Hauptbeflaggung an den Wasserrettungsstationen und -Türmen. Die Beflaggung dort zeigt an, ob die Station einsatzbereit bzw. besetzt ist. Nur die DLRG-Fahne alleine zeigt dies nicht an, denn sie wird z.B. auch für Veranstaltungen, Feste oder an DLRG-Unterkünften verwendet. Daher achtet auf die weithin sichtbare Rot-Gelbe Flagge, die üblicherweise unterhalb der Organisations-Flagge hängt. Weht diese, so wie auf unserem Foto vom Eicher See, ist die Station oder der Turm besetzt.

Damit wisst Ihr nicht nur, dass der Strandbereich bewacht wird, sondern könnt Euch bei Fragen und Problemen auch dorthin wenden. Die Rettungsschwimmer geben Euch gerne Auskünfte.

Wird zusätzlich eine gelbe Flagge unterhalb der Rot-Gelben Kennzeichnung für eine besetzte Station gehisst, ist Vorsicht geboten. Dann ist Schwimmen nur für geübte Schwimmer erlaubt. Diese Flagge wird z.B. bei stärkerem Wind, Strömungen oder Wirbeln im Wasser o.ä. gehisst.

Weht nur noch eine rote Flagge alleine, herrscht absolutes Badeverbot. Diese Beflaggung wird immer dann gesetzt, wenn das Baden oder Schwimmen selbst für geübte Schwimmer lebensgefährlich ist, z.B. bei Gewitter, Sturm, extremer Strömung o.ä.

Insbesondere am Meer wird tw. noch ein Windsack verwendet, um ablandigen Wind anzuzeigen. Dann ist die Nutzung von aufblasbaren Badehilfen/-Spielzeug verboten. Denn z.B. mit einer Luftmatratze kann man hier schnell sehr weit aufs mehr hinaustreiben.

Weiterhin sind auch an den Küsten häufig noch die Badezonen oder Zonen für anderen Wassersportler mit kleineren Flaggen markiert. Das alles findet Ihr auch nochmal hier in der Übersicht auf dem Schaubild der DLRG, dass häufig auch an vielen Stränden aushängt.

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Sicher in die Badeferien – Folge 1

06.06.2018

Heute starten wir mit unserer ersten Folge unseres Blogs „Sicher in die Badeferien“. Wir geben damit Tipps, wie ihr Eure freie Zeit am Wasser möglichst sicher verbringt. Wir wollen dafür künftig verschiedene Formate nutzen (z.B. soll auch noch ein Video vom Eicher See folgen). Heute starten wir aber mit einem Text-Blog-Beitrag zum Thema

Ich bade zum ersten Mal hier – Was muss ich beachten?

Häufig fahren wir in die Ferien an neue, uns unbekannte Orte und gehen dort dann Baden oder Schwimmen. Egal ob im Hotel-Pool, im Meer, im Spaßbad, am See oder Fluss, achtet bitte auf die folgenden Dinge, insbesondere, wenn Ihr mit Kindern unterwegs seid.

  1. Vor dem Besuch eines unbekannten Gewässers, macht es Sinn sich Informationen einzuholen. Vorab gibt es dazu zahlreiche Möglichkeiten im Internet. So könnt Ihr vorab checken, ob ein Strand bewacht ist, welche ggf. gefährlichen Stellen es in einem Spaßbad gibt (Rutschen, Sprungtürme, Wellenbetrieb) oder wo spezielle Kinderbereiche, z.B. für Nicht- oder Frühschwimmer sind. Die DLRG bietet hierfür übrigens für Deutschland die DLRG Info App und eine Webseite an, wo man bewachte Badestrände, Öffnungszeiten, Wetterlage u.v.m. einsehen kann. Wer also in Deutschland Urlaub macht, findet hier alle Informationen (Zur Webseite und den Info-Apps gelangt Ihr per Klick auf das Bild).

    Für einen Auslandsaufenthalt holt Euch bitte unbedingt die im Ausland gültige Notrufnummer ein. EU-weit gilt die Notrufnummer 112.
  2. Mit den vorab eingeholten Informationen kommt Ihr dann schon mal gut an Euren Badestrand oder ins Schwimmbad. Der nächste Schritt ist dann sich vor Ort mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. Mit Kindern sollte man einen Rundgang machen und einen Treffpunkt vereinbaren, falls man sich verliert. An manchen Badestränden helfen übrigens die DLRG-Rettungsschwimmer mit Armbändchen für Kinder, damit diese schnell wieder zu ihren Eltern finden, wenn doch mal etwas nicht geklappt hat.
  3. Auf diese Punkte achtet Ihr bei Eurem Rundgang vor Ort:
    • Wo sind die Rettungsschwimmer oder Bademeister stationiert?
    • Habe ich Handy-Empfang um im Notfall die 112 zu wählen oder gibt es andere Notrufmöglichkeiten?
    • Gibt es spezielle Schilder, die auf Gefahrenzonen hinweisen oder vor bestimmten Gefahren warnen?
    • Welche markanten Punkte gibt es, an denen sich auch Kinder orientieren können?
    • Gibt es gekennzeichnete Bereiche für Schwimm-Anfänger?
    • Muss ich auf andere Wassersportler achten?
  4. Zum Schluss achtet Ihr auf die weltweit einheitliche Beflaggung und Kennzeichnung der Badestellen. An dieser ISO-Norm hat die DLRG übrigens wesentlich mitgewirkt. Eine rot-gelbe Flagge plus die Flagge der Wasserrettungsorganisation bedeutet, dass Rettungsschwimmer im Dienst sind.

Weiteres zu den Flaggen erfahrt Ihr in unserer nächsten Folge „Sicher in die Badeferien“

 

Jahresbericht 2017 von Ortsgruppenleiter Bernd Spieß

18.03.2018

Liebe Kameradinnen, liebe Kameraden,

wie in jedem Jahr, gab es auch 2017 wieder etliche Ereignisse und Veranstaltungen der Ortsgruppe, über die ich hier berichten möchte.

Die Ausbildung und das Training für Kinder und Jugendliche, sowie Wasseraerobic finden wegen der andauernden Schwimmbadschließung weiter im Bessunger und im Weiterstädter Bad statt. Die Aktiven trainieren nur in den Ferien beim Aktiventraining und natürlich während der Saison beim Wachdienst am Eicher See.

Nach dem traditionellen Neuburgschwimmen in der Donau im Januar findet immer eine Woche vor Ostern in Aschaffenburg das Osterschwimmen statt. Hier belegten unsere Schwimmer im letzten Jahr mit 19 Teilnehmern nur den 3.Platz. Etwas weh tat es, dass die Feuerwehr sich auf den 2.Platz kämpfte. Aber in unseren Reihen hatten wir mit unserem Sheriff wieder den Ältesten Teilnehmer und mit Francesco Manno auch den Jüngsten Teilnehmer dabei. So war es doch nicht ganz so schlimm dass wir keinen größeren Pokal erhielten.

Was jetzt natürlich heißt, dass wir nächsten Samstag beim Osterschwimmen 2018 den Kampfgeist beweisen und mit einer möglichst großen Gruppe antreten müssen. Da wir endlich mal wieder den Pokal gewinnen wollen, heißt hier mein Appell an Alle: „Macht Alle mit – es wird wie immer ein Riesenspaß werden“!

Am 1. April fuhren wir mit einer kleinen Gruppe an den Edersee zur LV-Station um unser neues Motorrettungsboot „Karl Esbach“ nach Pfungstadt zu überführen. Es gab natürlich eine auch Einweisung mit Probellauf am Wasserschlauch über die ordnungsgemäße Handhabung des Außenbordmotors. Außerdem kamen sehr viele Erinnerungen von früher ins Gespräch, wir hatten einen schönen Tag, und sogar das Wetter hat mitgespielt.

Am 6.Mai fand dann die offizielle Indienststellung der „Karl Esbach“ am Eicher See statt. Es freute mich dass ich alle Spender begrüßen konnte die bei der Finanzierung mitgeholfen hatten. So war zum ersten Mal der Landrat des Kreises Alzey-Worms bei uns an der Station. Nach dem Einschwimmen des geschmückten Bootes an den Steg und den üblichen Grußworten bei einer solchen Veranstaltung gingen wir dann zum gemütlichen Teil, dem traditionellen Angrillen der Wachsaison über. Es war wieder eine gelungene Veranstaltung und die Organisatoren waren sich einig dass diese Tradition weiterhin fortgeführt werden wird.

Die Jugendarbeit am See wurde durch Camps weiter ausgebaut. Hier haben wir uns mittlerweile einen guten Stand aufgebaut und können für Kinder und Jugendliche die nötige Ausbildung und vor allem das Interesse an der weiteren DLRG Arbeit und dem gemeinsamen Beisammensein in der Gruppe sehr gut fördern und vermitteln.

Auch in der Flüchtlingsbetreuung haben wir uns wieder beteiligt und einen Nachmittag am Eicher See veranstaltet.

Mit dem Niedrigwasser des Rheins hatten wir praktisch während der ganzen Saison zu kämpfen, hier sind weitere Maßnahmen mit dem Bootssteg in diesem Jahr geplant.

Wenn es dann unser Architekt  noch schafft den lange ersehnten Bauantrag für den jetzigen Zustand der Station abzuschließen, steht dem weiteren Ausbau der Wachstation im nächsten Jahr hoffentlich nichts im Wege!

Bei den Einsätzen gab es außer zwei gekenterten Segelbooten beim Wasserrettungsdienst zum Glück keine größeren Unfälle.

Im Bereich 50plus und gesellige Veranstaltungen haben wir im vergangenen Jahr wieder einige schöne Freitagsstammtische durchgeführt. Wenn die Stammtischler dann in Zukunft wieder öfter kommen und sich auch  mehr zur Bewirtung der Anderen bereit erklären, wird hoffentlich hier wieder etwas mehr Leben am Stammtisch  aufkommen. Das jährliche Abschlussgrillfest mit der Jugend im Sommer ist natürlich wie immer als weiteres Highlight zu nennen.

Der Segelsportclub Pfungstadt veranstaltete in 2017 erneut sein Sommerfest am Eicher See.

Das Wetter war definitiv besser wie im Jahr davor und das Fest war gut besucht. Am Ende blieben trotzdem für die Wachmannschaft einige Steaks und Würstchen übrig die am nächsten Tag noch mit Freude verspeist wurden. Außerdem bekamen wir vom Segelsportclub als Dank für die Unterstützung wieder Gutscheine vom unserem Pfungstädter Spanier „Lobo“ geschenkt um mit den besonders Aktiven zu Beginn des neuen Jahres einen schönen Abend zu verbringen.

Wie immer unterstützten wir die Freunde der UW-Rugby-Abteilung des FTG Pfungstadt mit der Bereitstellung von Tauchgerätschaften und Zelt für deren jährliche Bierpokalveranstaltung.

An Kerbsamstag wurde neben den üblichen Kerbaktivitäten und der Kinderkerb an der Rose wieder das Entenrennen der SPD an der Modau im Friedenspark durchgeführt. Hier unterstützten wir mit einer kleinen Gruppe bei der Absicherung der Kinder am Bachlauf der Modau.

Mit Herbstwanderung, Klausurwochenende, Jahresabschlussfeier, Weihnachtsmarkt und Abschlußstammtisch in der Rose wurden die letzten Veranstaltungen des Jahres durchgeführt.

Mit diesen Gedanken möchte ich meinen Bericht abschließen und mich bei allen Kameradinnen und Kameraden bedanken, die dazu beigetragen haben, dass sehr viele Ausbildungs-, Wach- und Arbeitsstunden geleistet wurden. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz und das muss unbedingt so bleiben!

Mir hat die Vorstandsarbeit auch im Jahre 2017 wieder sehr viel Spaß und Abwechslung bereitet.

Mein wichtigster Ausblick gilt der Hoffnung, dass die Ortsgruppe die Finanzierung des neuen Mannschaftstransporters irgendwie stemmen kann – hier fällt heute die Entscheidung der Entega-Stiftung – und dass die Pfungstädter irgendwann in naher Zukunft wieder ein Schwimmbad haben werden.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!

Bernd Spieß
(Ortsgruppenleiter)

Warum wir ein neues Fahrzeug brauchen

06.03.2018

In den letzten Wochen wurden wir natürlich auf Grund unserer Spendenaktivitäten rund um ein neues Fahrzeug vermehrt angesprochen. Häufig mit Rückfragen, wie der Stand sei, wie man noch helfen könne und mit viel Sympathie für unser Anliegen.

Andererseits gab es auch kritische Fragen in der Art:

  • Ob es denn ein Neufahrzeug sein müsse
  • Ob das nicht sowieso die Stadt Pfungstadt bezahlen oder bezuschussen würde oder
  • Ob wir da nicht „etwas weinerlich“ seien

Gerne beantworten wir diese Fragen auch hier nochmal, wobei wir bereits immer auch im persönlichen Gespräch oder direkten Kontakt zur Verfügung gestanden haben. Aber vielleicht gibt es ja noch mehr Leute, die diese Fragen interessieren.

Ein Neufahrzeug – Warum?

Unterm Strich über 10-15 Jahre Betrieb betrachtet istIMG_4543 die direkte Anschaffung eines Neufahrzeugs günstiger als alle andere Varianten. Dies hat auch damit zu tun, dass die Hersteller bekannten Rettungsorganisationen wie der DLRG sehr großzügige Rabatte auf Neu- aber kaum auf Gebrauchtwagen gewähren. Damit entfällt für uns der Nachteil des hohen Wertverlusts eines „Neuen“ in den ersten Jahren. Dazu kommen noch längere Garantiezeiten und absehbar geringere Reparaturkosten.

Für unsere Einsatzzwecke benötigen wir auf Grund Anhänger-Betrieb und schwerem Material-Transport weiterhin ein Diesel-Fahrzeug. Hier ist es derzeitig wenig sinnvoll ein gebrauchtes Fahrzeug zu erwerben, weil kein Mensch weiß, wie die Entwicklung für Euro5 oder alte Euro6-Diesel künftig sein wird (Stichwort: Blaue Plakette). Denn unser Hauptaugenmerk ist, dass wir auch künftig mit dem Fahrzeug zum Training nach Darmstadt fahren können.

Wir haben uns natürlich auch innerhalb der DLRG umgesehen und festgestellt, dass die zum Verkauf stehenden Fahrzeuge ein ähnlich hohes Alter haben, wie unser jetziges. Denn die meisten DLRG-Gliederungen handeln ähnlich wie wir.

Natürlich gibt es auch große Preis-Unterschiede bei den verschiedenen Fahrzeug-Bauern. Hier haben wir diverse Angebote abgefragt und nach dem günstigsten Ausschau gehalten, was immer noch unsere Ansprüche erfüllt. Denn z.B. müssen wir mind. ein Funkgerät im Fahrzeug einbauen können.

Bezahlt das nicht die Stadt?

forex-1816365_640Kurz und knapp: Nein. Die Stadt Pfungstadt bezahlt z.B. Fahrzeuge nach dem Bedarfsplan der freiwilligen Feuerwehren. Die DLRG ist zwar bei bestimmten Themen auch in die örtliche Gefahrenabwehr eingebunden, aber die Fahrzeuge sind nicht verpflichtend notwendig. So kann und darf die Stadt das also auch nicht bezahlen.

Auch mit Zuschüssen ist das schwierig, denn bekanntermaßen sollen die Vereine hier ja einen immer größeren Anteil zur Haushaltskonsolidierung leisten. Verschiedene Leistungen aus der Vereinsförderung werden also nur noch reduziert oder eben gar nicht mehr angeboten.

Es bleibt also nur die Option: Man muss als Verein „selbst das Heft in die Hand nehmen“.

Sind wir weinerlich, nur weil wir zu Spenden aufgerufen haben?

Eine Spende ist freiwillig und die Höhe nicht festgelegt. Als gemeinnütziger Verein können wir dazu aufrufen und sind berechtigt Spendenquittungen auszustellen. Es ist und wird niemand gezwungen sich zu beteiligen.

Wir suchen den Kontakt zu den Menschen – wie z.B. am jetzigen Samstag auf dem Markt in Pfungstadt – um ins Gespräch zu kommen und über unsere tollen Angebote im Bereich der Jugendarbeit, der Schwimmausbildung, im Wasserrettungsdienst und vielem mehr zu berichten. Damit wollen wir überzeugen, dass wir es Wert sind eine kleine oder große Spende zu geben. Das hat mit „Weinerlichkeit“ wenig zu tun.

Dass wir bei dieser großen Anschaffung etwas mehr über Öffentlichkeitsarbeit machen müssen, hat neben der Höhe des Betrags von rund 30.000 € auch andere Gründe: Durch die Schließung des Pfungstädter Schwimmbads haben wir 25% unserer Mitglieder und damit jährliche Beitrags- und Schwimmkurs-Einnahmen im mittleren 4-stelligen Euro-Bereich verloren. Das ist schade – nicht nur wegen des Geldes – sondern weil wir eben für viele Menschen keinen adäquaten Schwimmkurs mehr anbieten können und damit letztlich weniger Bürger sicher schwimmen können.

Für die Finanzierung der Fahrzeuganschaffung (die wir schon eine Weile auf dem Schirm hatten) bedeutet dies, dass wir mit knapp 35% Eigenkapital in unsere Spendenaktion gestartet sind. Bei „normalen“ Haushaltsjahren ohne Badschließung hätte dieser Anteil bei über 70% gelegen.

Aber wir „weinen“ nicht, sondern wir „geben Gas“: Beteiligen uns am Wochenmarkt und am verkaufsoffenen Sonntag, verteilen Flyer und Briefe, sind im Kontakt mit kleinen und großen Firmen und Stiftungen, geben 400 Wasserbälle an unsere Unterstützer. Und wir vergessen natürlich auch nicht unsere satzungsgemäßen Aufgaben (Schwimmausbildung, Wasserrettungsdienst, Jugendarbeit). Und wir haben auch wieder unser Fassbierfest im November 2018 im Gepäck.

business-money-pink-coins.jpgIch würde sagen, damit kann man mit Stolz sagen, dass wir gerade trotz der harten Zeiten (ohne Schwimmbad in Pfungstadt) noch immer ein tolles und engagiertes Angebot machen, welches wichtig für Pfungstadt und die Gesellschaft ist. Und vor diesem Hintergrund darf man auch mal die „Spendendose“ in die Hand nehmen!

Viele schlechte Nachrichten für die DLRG aber vor allem für Pfungstadt

19.11.2017

Wer in dieser Woche regelmäßig das Darmstädter Echo gelesen hat, dem sind vermutlich einige Nachrichten aufgefallen, die auch die DLRG Pfungstadt betreffen. So ist zum Einen der Artikel aus dem Echo zu erwähnen, der uns direkt betrifft. Er geht im Wesentlichen auf eine Pressemitteilung zu unserem Klausur-Wochenende vom 10. bis 12. November in Rimhorn im Odenwald zurück. Bei fast allen Themen, die wir dort besprochen haben, sind wir am Ende bei einem Problem gelandet: Dem fehlenden Pfungstädter Schwimmbad.

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Dazu der Echo-Artikel

Aber leider sind im Laufe der Woche einige Artikel veröffentlicht worden, die in eine schlechte Zukunft für die DLRG, aber auch für Pfungstadt insgesamt blicken lassen.

Gelder aus dem Landes-Investitionsprogramm für das Schwimmbad einsetzen!

Zum einen ist da der Artikel des Echo vom 14. November unter dem Titel „Geldsegen für 14 Kommunen im Kreis“

Klingt ja eigentlich vom Titel her gut und auch Pfungstadt wird mehr als 5 Mio. € aus dem Investitionsprogramm des Landes erhalten. Eigentlich positiv zu bewerten, wenn da nicht unser Bürgermeister mit seinen Äußerungen die Stimmung gleich wieder in den Keller drücken würde:

Ein neues Schwimmbad will sein Pfungstädter Amtskollege Patrick Koch (SPD) von dem Geld aus dem Programm nicht bauen.

Das heißt letztlich, dass der Bürgermeister die Schwimmbad-Investition nicht mal geschenkt haben wollte. Man muss es ganz klar sagen: Der Wille eine Lösung für das Schwimmbad-Problem zu finden ist nicht (mehr) erkennbar. Spätestens, wenn es ums Geld geht, finden die Verantwortlichen immer eine Ausrede. Die bisher seitens der Stadt Pfungstadt eingeschlagenen Wege eine Lösung zu finden, kann man – mit gesundem Menschenverstand betrachtet – meist schon vorher als absehbare Sackgasse einschätzen.

Das ist für die DLRG nicht gut, denn wir brauchen genügend Schwimmkapazitäten, um unseren Rettungsschwimmer-Nachwuchs fit zu machen und in die Vereinsarbeit zu integrieren. Im übrigen ist es eben nicht so, dass wir keine oder immer weniger Interessenten auf Grund des gesellschaftlichen Wandels hätten – Im Gegenteil. Sowohl aus dem Bereich Jugendarbeit als auch aus den Schwimmgruppen kommen immer wieder Eltern und Kinder auf uns zu, die intensiver einsteigen wollen. Wir finden auf Grund der Situation mit dem fehlenden Schwimmbad nur ein Umfeld vor, welches für die weitere Entwicklung der DLRG Pfungstadt absolut hinderlich ist.

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Gleichzeitig ist diese Entwicklung auch schlecht für Pfungstadt, denn der soziale Aspekt eines Schwimmbads als Treffpunkt für die Zivilgesellschaft sollte nicht unterschätzt werden. Auch ist durch die Badschließung die Attraktivität Pfungstadts als Wohnort – gerade für junge Familien – immens gesunken. Ein „Weiter so“ mit der Hoffnung darauf, dass das Thema einschläft oder doch irgendwo der Märchenprinz herkommt, der für die Stadt Pfungstadt ein Schwimmbad nach deren wünschen für „lau“ baut und betreibt, ist aus unserer Sicht nicht mehr tragbar.

Wir hoffen jetzt noch auf ein einigermaßen positives Ergebnis des „Runden Tisch Schwimmbad“. Sollte dort in einem überschaubaren Zeitraum kein Ergebnis in Sicht kommen, müssen wir das Problem anderweitig lösen.

Mal wieder: Zuschüsse für die Vereine auf dem Prüfstand

Unter dem Titel „Düstere Aussichten“ berichtete das Darmstädter Echo am 17. November schließlich, dass die Stadt Pfungstadt nochmal die Vereins-Zuschüsse beschneiden möchte. Rund 300.000 € würde die Stadt jährlich für die Vereine ausgeben.

Schaut man sich die Haushaltsansätze und -Abschlüsse für die letzten Jahre und für das kommende Jahr an, fragt man sich, wie diese Summe zusammenkommt, insbesondere, wenn man weiß, was die DLRG Pfungstadt grob an Zuschüssen der Stadt erhält. Auch ist zu erwähnen, dass diese 300.000 € gerade mal 0,6% des 50-Millionen-Haushalts ausmachen. Damit stellt sich die Frage, ob man an der richtigen Spar-Schraube dreht.

Inhaltlich erhalten wir als DLRG Pfungstadt Zuschüsse für die Jugendarbeit (pro Jugendlichem Mitglied), eine Pauschale für ehrenamtliche Arbeit sowie Zuschüsse für Fahrten und Lager (abhängig von der Teilnehmerzahl). Unterm Strich sind das ca. 1500 € pro Jahr abzüglich 25% Sperre. Weitere Leistungen erhalten wir von der Stadt Pfungstadt nicht, die wir nicht auch selbst bezahlen müssen. Dafür sind wir auch immer wieder der Stadt Pfungstadt entgegengekommen: So haben wir seit Jahren keinen Antrag auf Bezuschussung von langlebigen Wirtschaftsgütern oder sonstigen Investitionskosten gestellt und z.B. auch unseren eigenen Beitrag bei Renovierungsmaßnahmen am städtischen Gebäude in der Fabrikstraße 9 geleistet. Für unseren eigenen Anlagen (Garagen, Wasserrettungsstation) wurden unsere Zuschuss-Anträge bisher immer abgelehnt.

Auch müssen wir schon seit Jahren unsere Nebenkosten für das DLRG-Vereinsheim einschließlich Grundsteuer selbst bezahlen (ca. 3000 € im Jahr plus Strom und Müll). Auch für die gelegentliche Nutzung von Sporthallen (z.B. Fassbierfest: 431 € für die Sport- und Kulturhalle) werden nicht unerhebliche Gebühren fällig.

Letztlich trifft uns die Haushaltskonsolidierung damit mehrfach:

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  • Reduktion der städtischen Zuschüsse um 25%, Streichung einzelner Zuschüsse
  • Erhöhung der städtischen Grundsteuer und damit unserer Nebenkosten
  • Schließung des Schwimmbads
  • Mehrkosten für die Nutzung von städtischen Hallen

Alleine mit dem Punkt Schließung des Schwimmbads werden damit jährlich ca. 1,5 Mio € Haushaltssanierung auf „unserem Rücken“ abgeladen. Dass das auf die Dauer nicht machbar ist, sollte jedem bewusst sein.

Sollte man die sowieso schon geringen Zuschüsse insbesondere für die Jugendarbeit noch weiter reduzieren, wird irgendwann der Punkt erreicht sein, wo wir unsere Jugendarbeit nicht mehr so anbieten können, wie bisher. Das betrifft letztlich alle Pfungstädter, denn der große Teil der Jugendarbeit wird bei Vereinen geleistet und an den meisten Stellen gestalten wir die Jugendarbeit auch so, dass wir sie auch für vereinsfremde anbieten.