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Dachverband legt Konzept vor

Pfungstadtbad

Der Dachverband „Schwimmen in Pfungstadt“ hat ein Konzept zur Wiedereröffnung des Pfungstädter BadeSaunaParks in genossenschaftlicher Hand vorgelegt. Das Konzept beinhaltet einen Businessplan, der auch den jährlichen Zuschussbedarf des Bades ausweist. Des Weiteren wurde ein langfristiges Konzept mit einem neuen Bad erarbeitet. Das in zahlreichen Arbeitsstunden durch die Mitglieder des Dachverbands erarbeitete Konzept wurde am 5. Juni interessierten Mitglieder der Stadtverordneten vorgetragen, nachdem es auch bereits Bürgermeister Patrick Koch, Bauamtsleiter Dag Schöyen und Bad-Leiter Andreas Beisswenger präsentiert wurde.

Kern des Konzepts ist ein „sanfter“ Wiederanlauf des Badebetriebs im September nach den Sommerferien 2014 in einem Genossenschaftsbetrieb. Dabei soll bis zum Jahresende zunächst nur Vereins- und Schulbetrieb sowie einzelne Events für die Öffentlichkeit stattfinden. Ab Januar 2015 ist angedacht das Bad auch komplett einschließlich Sauna wieder zu betreiben. Im Sommer könnte dann der Nichtschwimmerbereich des Freibads und die Liegewiese sowie das Beach-Soccer-Feld wieder dazu kommen, wobei das Hallenbad für Bahnen-Schwimmer und mit dem Kinderbereich durchgängig geöffnet wäre. So soll die Möglichkeit zum Treffen & Planschen im Freien bei gutem Wetter aber auch die Möglichkeit zum Schwimmen bei schlechtem Wetter gegeben sein. Der Betrieb des Nichtschwimmerbereichs im Freibad würde durch eine günstige, neue Filter-Lösung in einem Container sichergestellt.

Für diese Variante wurde ein Zuschuss-Bedarf von 730.000 € für ein Jahr berechnet. Damit wäre der Zuschussbedarf um über 1,2 Mio € jährlich reduziert. Für den Wiederanlauf 2014 liegt der Zuschuss-Bedarf bei 355.000 €. Durch ein Ausleihen von bei der Stadt Pfungstadt noch vorhandenen Fachkräften für den Badbetrieb könnten die Kosten auf Seiten der Stadt Pfungstadt weiter stark reduziert werden. Auch wurde mit geringeren Einnahmen geplant und es gibt vermutlich auch noch weiteres Sparpotential, da die von der Stadtverwaltung und vom Bäderbetrieb gelieferten Zahlen teilweise widersprüchlich waren. Teile der im Zuschussbedarf errechneten Kosten fallen aktuell sowieso noch auf Seiten der Stadt Pfungstadt an, auch ohne dass das Bad betrieben wird.

Parallel zum Betrieb des Bestandsbads kann – so ist es im langfristigen Teil des Konzepts vorgesehen – der Bau eines neuen Ganzjahresbades erfolgen. Dieses Bad soll mit einem Dach und/oder Fensterfronten zum Öffnen ausgestattet werden und im Bereich des jetzigen 50-Meter-Freibad-Beckens entstehen. Durch die kleinere Gestaltung des Hallenbereichs, die modernere Wärmedämmung und bessere Automatisierung könnten hier substantielle Einsparungen im Energiebereich erfolgen. Gleichzeitig würde die Gestaltung des Bades gerade bei schlechtem Wetter im Sommer die Besucherzahlen und damit die Einnahmen steigern. Eine genaue Berechnung zum Einsparpotential kann allerdings nur ein Schwimmbadplaner vornehmen. Das langfristige Konzept bildet aktuell auch nur einen groben Rahmen. Wichtig war es dem Dachverband an dieser Stelle eine gemeinsame Sicht von Vereinsnutzern und der Bürgerinitiative als Vertretern des öffentlichen Badebetriebs zu entwickeln, welche wichtigen Elemente ein Neubau umfassen soll.

Die Resonanz von Bürgermeister, Bauamtsleiter, Betriebsleiter und den Stadtverordneten aus den verschiedenen Fraktionen zum langfristigen Neubau-Konzept war positiv. Zu den Ideen bezüglich des Übergangsbetriebs des Bestandsbads waren die Reaktionen aus Sicht des Verbandes leider eher verhalten. Auch von einigen Stadtverordneten kamen kritische Anmerkungen insbesondere bezüglich der Finanzierbarkeit des Vorhabens.

„Uns ist bewusst, dass wir die Stadtkasse nicht über Gebühr belasten können. Wir haben daher sehr viele Überlegungen investiert, wie sowohl im Bestandsbad als auch bei einem Neubau die Betriebskosten so gering wie möglich gehalten werden können“, so Holger Heisel, der die DLRG Pfungstadt im Dachverband vertritt. „Dennoch halten wir es für sinnvoll den Betrieb im Bestandsbad wiederaufzunehmen, da wir sonst mit dem Vereinsschwimmen wieder bei Null anfangen und damit die Auslastung eines eventuellen Schwimmbad-Neubaus natürlich auch deutlich geringer ausfällt“, betont Thomas Meinhardt von der FTG Pfungstadt auch nochmal die Wichtigkeit eines Übergangsbetriebs im Bestandsbad.

Insgesamt zeigten sich die Vertreter des Dachverbands zufrieden mit der Vorstellung des Konzepts und der anschließenden Diskussion. „Wichtig war für uns ja auch, die politische Diskussion anzustoßen und zu zeigen, dass wir ein Konzept erarbeitet haben, mit dem wir sowohl dem Schwimmen in Pfungstadt eine Perspektive geben wollen, als auch dem berechtigten Interesse der Haushaltskonsolidierung Rechnung tragen. Wir hoffen jetzt auf das Feedback der Politik“, so Holger Heisel.

Konzept-Präsentation

Geschäftsplan Genossenschaft