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Fackelzug zum Jahrestag der Badschließung

Ein Jahr danach

Die DLRG Pfungstadt hatte am 30. Januar zum Fackelzug vom Schwimmbad zum DLRG-Vereinsheim aufgerufen. Mit der Aktion wollte der Dachverband Schwimmen darauf aufmerksam machen, dass weiterhin eine Lösung in Sachen Schwimmbad gebraucht wird und das Thema weiter in den Köpfen der Pfungstädter präsent ist. Dabei erläuterten Vertreter des Dachverbands Schwimmen auch den aktuellen Stand rund ums Schwimmbad und ihre derzeitigen Tätigkeiten.

Zunächst sah man auf dem Schwimmbad-Vorplatz hauptsächlich die zahlreichen DLRG-Aktiven in ihrer rot-gelben Einsatzkleidung. Doch nach und nach gesellten sich doch noch zahlreiche Pfungstädter trotz der kalten Temperaturen, den leicht glatten Straßen und trotz der auch bereits laufenden Faschingsveranstaltungen im Umkreis dazu. Auffällig war auch wieder, dass fast alle Altersschichten bei der Versammlung vertreten waren. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Schwimmsport in fast jedem alter getrieben werden kann.

Ein Fernseher-Team von SAT1, das bereits mittags noch Bürgermeister Patrick Koch interviewt hatte, hörte sich nun die Stimmen und die Stimmung der Bevölkerung und der Vereine an. Der Bürgermeister selbst war nicht anwesend, da er bereits einen länger geplanten privaten Termin außerhalb Pfungstadts wahrnahm.

Holger Heisel von der DLRG Pfungstadt und Bernhard Jäger vom TSV Pfungstadt übernahmen so die Ansprachen vor dem Bad. „Heute Abend ist sicherlich eher ein Zeitpunkt zum Abschied-Nehmen, denn so wie es war, wird das Schwimmbad hier wohl sicherlich nicht mehr öffnen. Aber alle die hierhergekommen sind, helfen uns, um zu zeigen, dass wir wieder ein Schwimmbad für Pfungstadt brauchen“, so Holger Heisel. Bernhard Jäger machte aber auch Mut: „Wenn sich die eine Tür schließt, tut sich meist eine andere Tür auf. Wir arbeiten mit einer Architektenplanung weiter daran hier wieder das Schwimmen zu ermöglichen. Gerade heute konnten wir die ersten Baupläne an unseren Architekten weitergeben.“

Nach diesen Ansprachen machte sich der Zug auf den Weg über die Seeheimer Straße, Happelgasse und Pfarrgasse in die Fabrikstraße. wo am DLRG-Vereinsheim der Abschluss mit Kinderpunsch, Glühwein und Brezeln stattfand. Unterwegs schlossen sich auch wieder spontan noch Pfungstädter Bürger dem Marsch an.

Am DLRG-Vereinsheim zeigte der Dachverband Schwimmen auch nochmal seine Vorstellungen von einem modernen Ganz-Jahres-Bad mit Cabrio-Dach, welches bei gutem Wetter auch als Freibad genutzt werden kann. Dabei gaben die Vertreter des Dachverbands ganz klar dem jetzigen Badestandort den Vorzug vor einem neuen Standort „auf der grünen Wiese zwischen Pfungstadt und Gernsheim.“ Dabei verwiesen sie auf ein verkleinertes Einzugsgebiet und auf die schlechte Möglichkeit einen solchen Standort zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen.

So zeigten die Vertreter auch, dass sie nicht einfach ins „blaue hinein“ planten, sondern die möglichen Besucherzahlen ebenso berechnen, wie den Anschluss an Schulen und auch die Betriebskosten immer wieder kalkuliert werden. So entstehe nach und nach ehrenamtlich eine kleine Bäderleitplanung, die sich natürlich auch auf die Besucherzahlen und erzielten Eintrittsgelder des Bestandsbades stützen könne.

Viel Zuspruch erhielten die Vertreter in den zahlreichen Einzelgesprächen nach der kurzen Präsentation für ihr Engagement sowie die gesammelten Ideen. „Nicht nachlassen und weitermachen!“ oder „Das sind gute Ansätze, wir freuen uns schon auf eine fertige Architektenplanung“ waren einige Aussagen der Gäste.

Der Dachverband hofft, dass beim nächsten öffentlichen Termin dann die Architektenplanung fertig vorgestellt werden kann. In den nächsten ein bis zwei Monaten steht jedenfalls der Ortstermin mit dem Architekten im Pfungstädter Bad an.